Im Februar und März treffen die Senioren im „Zentrum Grafental“ ein. Einige Mietwohnungen sind noch frei.

Düsseltal
DRK-Geschäftsführer Stefan Fischer vor dem Neubau des Seniorenzentrums Grafental an der Grafenberger Allee.

DRK-Geschäftsführer Stefan Fischer vor dem Neubau des Seniorenzentrums Grafental an der Grafenberger Allee.

M. Zanin

DRK-Geschäftsführer Stefan Fischer vor dem Neubau des Seniorenzentrums Grafental an der Grafenberger Allee.

Düsseldorf. Das „Geisterhaus“ an der Grafenberger Allee 302 wird zum Leben erweckt. Lange stand der Bau des Seniorenzentrums still. Als Erstes ziehen jedoch am 1. Februar die Menschen aus dem Seniorenheim Ludwig-Beck-Straße in ihr neues Zuhause. Die Tagespflege folgt im März. Und die Mieter in den neuen Altenwohnungen könnten schon jetzt einziehen.

DRK-Chef Stefan Fischer ist derzeit damit beschäftigt, den 89 Bewohnern, die noch Mörsenbroich leben, die Aufregung zu nehmen. Mit ihnen wurden alle Einzelheiten besprochen, sie freuen sich auf den Umzug in ihre neuen Wohnungen. „Es ist für sie wie ein Abenteuerurlaub“, sagt Fischer.

Umzug geschieht in Personen- und Krankenwagen

Der Umzug geschieht in engem Kontakt mit den Familien. Manche Kinder bringen Vater oder Mutter im eigenen Wagen in die neuen vier Wände. Für andere werden Busse, Rettungswagen oder Krankenwagen geordert, letzte für Menschen, die beatmet werden und die liegend transportiert werden müssen. „Wir haben den Umzug schon geprobt, als die Bombe in der Nähe der Ludwig-Beck-Straße entschärft wurde“, erklärt Fischer.

Das DRK nahm sogar die derzeitigen Appartements der Senioren mit der Kamera auf, denn der Ist-Zustand soll auch in der neuen Umgebung gewahrt sein. So werden die Bilder genau an der Stelle platziert, wo sie in den alten Räumen hingen. Die Zimmer sind 14 bis 15 Quadratmeter groß, ausschließlich für eine Person gedacht und mit einem Bad versehen.

Neun Plätze in der neuen Tagespflege sind noch frei

Das Neue im Zentrum: Die alten Menschen bilden Hausgemeinschaften. Stefan Fischer erklärt: „Früher sahen die Altenzentren wie Krankenhäuser aus, mit einem langen Gang links und rechts der Kammern. Jetzt gibt es Wohnkomplexe, die durch Versorgungstrakte, Schwesternzimmern und Aufzüge unterbrochen sind.“ Und in der Mitte gibt es für die jeweilige Gruppe einen Wohnbereich für das gemeinsame Kochen und Sitzen. Wer nicht aufstehen kann, wird im Bett durch die breiten Türen in den Gemeinschaftsraum geschoben. Das bringe eine ganz neue Lebensqualität auch für Kranke mit sich. Die Tagespflege hat 18 Plätze. Für deren Einzug lässt sich das DRK noch bis März Zeit, denn bislang ist die Hälfte der Plätze noch frei.

Das DRK übernimmt die Trägerschaft. Nach der Insolvenz des Investors finanziert es den Weiterbau als Mieter.

Dort gibt es 66 Seniorenwohnungen und 105 Pflegeplätze. Das Gebäude ist verkauft. Ab 1.1. 2013 ist das DRK nur noch Mieter. Ab Februar ziehen die Bewohner ins Grafental.

Ins frei werdende Heim Ludwig-Beck-Straße ziehen die Alten von der Potsdamer Straße ein. Währenddessen wird Reisholz saniert und auf 134 Plätze aufgestockt.

Auch die 23 frei finanzierten Seniorenwohnungen nähern sich der Vollendung. Hier können die ersten Mieter schon einziehen. (Mietpreis 12,50 Euro). Was ihr neues Domizil von normalen Wohnungen unterscheidet, ist die Betreuung.

Das Seniorenzentrum Grafental hätte eigentlich schon im Herbst 2012 eingeweiht werden sollen. Doch der Bau stand still, der Investor ging in Insolvenz. Der Insolvenzverwalter mischte die Karten neu. Nun hat, wie die WZ berichtete, das DRK die Immobilie auf eigene Rechnung fertiggestellt, und dies als Mieter. Sie zieht dem Insolvenzverwalter ihre Auslagen von der Miete ab.

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