Norbert Wesseler, Leiter der Dortmunder Behörde, soll Wunschkandidat sein.

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Norbert Wesseler leitet seit zwei Jahren das Polizeipräsidium Dortmund – jetzt soll er wohl nach Düsseldorf wechseln.

Norbert Wesseler leitet seit zwei Jahren das Polizeipräsidium Dortmund – jetzt soll er wohl nach Düsseldorf wechseln.

dpa

Norbert Wesseler leitet seit zwei Jahren das Polizeipräsidium Dortmund – jetzt soll er wohl nach Düsseldorf wechseln.

Düsseldorf. Alles deutet darauf hin, dass der neue Düsseldorfer Polizeipräsident aus Dortmund kommt. Norbert Wesseler ist 54 Jahre alt und leitet die Behörde im Ruhrgebiet seit zwei Jahren. Jetzt ist er offenbar der Wunschkandidat von Innenminister Ralf Jäger für den Posten in der Landeshauptstadt – als Nachfolger von Herbert Schenkelberg, der im Februar ins Justizministerium wechselt.

Ob sich Wesseler darüber freuen würde, nach Düsseldorf zu kommen, verrät er vorerst nicht. „Bis zur abschließenden Entscheidung des Landeskabinetts bitte ich um Verständnis, dass ich mich bis auf Weiteres nicht äußere“, ist alles, was er sagt.

Das Innenministerium bestätigt den Kandidaten noch nicht

Auch das Innenministerium bestätigt Wesseler als Kandidaten noch nicht. „Der Innenminister wird dem Kabinett einen Vorschlag für die Besetzung des Postens machen“, erklärt Sprecher Wolfgang Beus lediglich das Prozedere. Dies solle „baldmöglichst“ geschehen. Es sei üblich, dass der Minister mit nur einem Vorschlag in die Sitzung gehe – ausgewählt nach „Eignung, Leistung, Befähigung“. „Ein Auswahlverfahren gibt es nicht“, so Beus. Denn in NRW sind Polizeipräsidenten politische Beamte, werden vom Kabinett bestimmt – und von diesem unter Umständen auch in den Ruhestand geschickt.

Wesseler beeindruckte durch sein Engagement gegen Rechts

Wenn Jäger tatsächlich Norbert Wesseler vorschlagen sollte, gilt es als sicher, dass die Regierung ihn auch bestätigt – das ist üblich. Zudem kennt man den gebürtigen Vredener dort bereits. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften in Münster, Speyer und Dublin bekleidete er unterschiedliche Posten im NRW-Innenministerium: in der Kommunalaufsicht, als persönlicher Referent der SPD-Minister Franz-Josef Kniola und Fritz Behrens, bis 2011 als stellvertretender Leiter der Polizeiabteilung.

Damals lernte ihn auch Harald Walter, Leiter der Düsseldorfer Kreisgruppe der Polizeigewerkschaft GdP, kennen. „Ich hatte von ihm einen sehr guten Eindruck“, sagt Walter. Er habe Wesseler als „mitarbeiterzugewandt“ erlebt, angesichts des möglichen Wechsels nach Düsseldorf gebe es bei der GdP „eine positive Grundstimmung“. Insbesondere Wesselers striktes Engagement gegen Neonazis in Dortmund beeindruckte Walter – der Polizeipräsident verbot einen Aufmarsch der Rechten am Antikriegstag 2012, setzte das Verbot mehrerer Kameradschaften durch: „Die Probleme mussten angepackt werden – und das hat er getan.“ In Düsseldorf sei die größte Herausforderung für den Polizei-Chef hingegen die Vielfalt der Aufgaben einer Landeshauptstadt, glaubt Walter – von Demo bis Staatsbesuch.

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