Trasse soll vom Krankenhaus bis nach Hubbelrath verlängert werden.

GERRESHEIM
Verkehrsausschuss-Vorsitzender Martin Volkenrath (SPD) an der Stelle, an der die neue Trasse über den Gallberg entstehen soll.

Verkehrsausschuss-Vorsitzender Martin Volkenrath (SPD) an der Stelle, an der die neue Trasse über den Gallberg entstehen soll.

David Young, Bild 1 von 2

Verkehrsausschuss-Vorsitzender Martin Volkenrath (SPD) an der Stelle, an der die neue Trasse über den Gallberg entstehen soll.

Düsseldorf. Über den Gallberg soll in Zukunft wieder die Straßenbahn fahren und nach 80 Jahren die östlichsten Stadtteile Ludenberg, Hubbelrath und Knittkuhl erneut an das städtische Schienennetz anbinden. So will es die Koalition aus SPD, FDP und Grünen. Die Trasse wird rund 100 Millionen Euro kosten.

Das schienengestützte System über den Gallberg ist wohl ein recht ambitioniertes Vorhaben, denn: „Die hohe Steigung am Gallberg ist eine Herausforderung für die Planer“, sagt Martin Volkenrath, Vorsitzender des Verkehrsausschusses. Zunächst müssen jedoch eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben und die Fördermittel von Bund und Land ausgelotet werden.

GERRESHEIM
Verkehrsausschuss-Vorsitzender Martin Volkenrath (SPD) an der Stelle, an der die neue Trasse über den Gallberg entstehen soll.

Verkehrsausschuss-Vorsitzender Martin Volkenrath (SPD) an der Stelle, an der die neue Trasse über den Gallberg entstehen soll.

David Young, Bild 1 von 2

„In Düsseldorf wurden Uni, Hafen und Dome ohne Straßenbahn geplant. Wir werden jetzt neue Stadtteile nur noch inklusive ÖPNV-Erschließung planen“, berichtet Volkenrath weiter.

Über die Bergische Landstraße fahren täglich viele Tausende Pendler

Für den Wohnungsbau in der Bergischen Kaserne sei die Straßenbahn daher zwingende Voraussetzung. Wohnraum für mehrere Tausend Bürger entstehe in der Kaserne, 40 Prozent davon als sozialer Wohnungsbau und mit sogenannten gedämpften Preisen zwischen acht und zehn Euro pro Quadratmeter. „Schon jetzt pendeln täglich viele Tausende über die Hauptschneise Bergische Landstraße“, beklagt Volkenrath. Busse seien hier keine Lösung, sondern Teil des Staus.

Geplant ist, die Trasse ab Krankenhaus Gerresheim (wo bislang die Linien 709 und 713 enden) über den Gallberg zu führen. „Noch ist völlig unklar, ob am Gallberg Erdreich abgetragen wird oder wie die Steigung alternativ bewältigt werden kann.“ Zwar fuhr bis 1937 bereits mitten über die Anhöhe eine Bahn, doch die alte Trasse sei nicht mehr brauchbar: „Hier geht es ja nicht um eine Zahnradbahn. Damals fuhr die Bahn einspurig. Wir brauchen jetzt eine zweispurige, leistungsstarke Bahn.“

Die geplante Trasse soll hinter dem Gallberg parallel zur B 7 verlaufen, vorbei an der Kaserne bis zur A3, Ausfahrt Mettmann. Nahe der Autobahn soll ein Park&Ride-Platz entstehen. Ob die Trasse wie damals bis Mettmann fortgeführt werden könne? „Das ist eine Vision“, sagt Volkenrath. Allerdings ist auch die Realisierung der Gallberg-Trasse noch in weiter Ferne: „Die wird erst nach 2020 kommen, wir wollen jetzt zunächst die entscheidenden Pflöcke setzen!“

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