Die Planung der 30 Kilometer langen Trasse kann beginnen. Bezirkspolitiker in Bilk und Benrath haben Anregungen.

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Mit 19 Kilometern Länge befindet sich die geplante Trasse zum größten Teil auf Düsseldorfer Stadtgebiet.

Mit 19 Kilometern Länge befindet sich die geplante Trasse zum größten Teil auf Düsseldorfer Stadtgebiet.

Grafik Klxm, Quellen: Stadt Düsseldorf/ dpa

Mit 19 Kilometern Länge befindet sich die geplante Trasse zum größten Teil auf Düsseldorfer Stadtgebiet.

Düsseldorf. Der Radverkehr in Düsseldorf nimmt seit vielen Jahren stetig zu. Dies betrifft nicht nur die Freizeitradler, sondern insbesondere auch den Berufsverkehr. Deshalb sollen künftig diese „Alltagsradfahrer schneller zu ihrem Ziel kommen“, sagt Steffen Geibhardt.

Er ist der Radverkehrsexperte der Stadt im Amt für Verkehrsmanagement. Zuletzt stellte er den Bezirksvertretungen 9 und 3 in Benrath und Bilk das Konzept des Radschnellweges vor. Die Stadtteilpolitiker sprachen sich grundsätzlich für die 30 Kilometer lange Trasse zwischen Düsseldorf und den Nachbarstädten Neuss, Langenfeld und Monheim aus. Doch bei der Detailplanung innerhalb ihrer Bezirksgrenzen möchten sie auch Alternativrouten geprüft wissen.

Wie soll der Radschnellweg generell aussehen? Die Radschnellwegstrecke Süd soll von der Neusser Innenstadt über die Südbrücke (Kardinal-Frings-Brücke) und die Stadtteile Volmerswerth und Flehe zur Heinrich-Heine-Universität führen. Von dort geht es weiter durch die Stadtteile Wersten und Holthausen in die Bezirkszentren Benrath und Garath (Stadtbezirk 10). In Garath soll sich der Weg in einen Ast Richtung Langenfeld und einen weiteren Ast Richtung Monheim über den Stadtteilteil Hellerhof verzweigen.

Steffen Geibhardt spricht von 6500 Radfahrern, die den Schnellweg werktags nutzen würden. Sie werden dann über vier Meter breite Zweirichtungswege geführt. Sind Hin- und Rückweg voneinander getrennt (etwa weil in der Mitte eine Straße verläuft), soll jede Spur drei Meter breit werden.

Wie teuer wird das Projekt? Mit 19 Kilometern Länge befindet sich die geplante Trasse zum größten Teil auf Düsseldorfer Stadtgebiet. Entsprechend würde von den 55 Millionen Euro Gesamtkosten der Löwenanteil von 36 Millionen Euro auf Düsseldorf entfallen. Der Stadtrat stimmte Ende des Jahres einer entsprechenden Beschlussvorlage zu. Das Land wird allerdings 80 Prozent der Planungskosten für die Radstrecke übernehmen.

Diskussion und Kritik in der Bezirksvertretung 3 (u.a. Bilk, Flehe, Volmerswerth): Die Stadtteilpolitiker sehen die Führung des Radschnellweges über den Hammer Deich und den Fleher Deich kritisch. Bezirksbürgermeister Walter Schmidt (CDU) sieht Konflikte: „Während der Woche verkehren hier viele landwirtschaftliche Fahrzeuge.“ Und an schönen Wochenenden seien die Deiche eh schon überlastet. Das Problem des Lieferverkehrs in Volmerswerth/Flehe sieht auch SPD-Ratsherr Udo Figge. Er hat weitere Bedenken bei der Führung über die Deiche, die die Radfahrer auf Umwegen zur Universität oder in die Innenstadt führen. Und so regte die Bezirksvertretung 3 an, eine Führung der Radtrasse über den Südring zumindest zu prüfen.

Der Zeitplan: Die Verwaltung rechnet damit, in der zweiten Hälfte dieses Jahres die Aufträge für die Planung zu vergeben. Vorgeschaltet ist eine europaweite Ausschreibung der Planungsleistung. Man geht davon aus, dass die Planung für den Radschnellweg ein Jahr lang dauert. Mit dem Baubeginn ist erst 2020 zu rechnen. Vorgesehen sind mehrere Bauabschnitte, so dass mit einer mehrjährigen Bauzeit zu rechnen ist.

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