Der Film "Rattenhuber und die Wilde Maus" gibt Rätsel auf. Genauer: Es sind zwei. Einmal der Titel: Düsseldorfs Kämmerer Helmut Rattenhuber taucht nirgendwo auf. Da kann er von Glück reden.

Zum anderen der Inhalt: Knüppel, SS-Kolonnen, SS-Obergruppenführer Heydrich, garniert mit Zitaten zum OSD. Künstlerische Freiheit nach Artikel 5, Grundgesetz? Bewusst gesetzte, böswillige Analogien, getarnt als Kunstwerk? Oder ist es einfach nur bodenlos dumm und geschichtsvergessen, die Ordnungsdienstler in die Nähe der SS-Schergen zu rücken, die sich schlimmster Kriegsverbrechen schuldig gemacht haben?

Im Flyer zum Film heißt es: "Eine naive und zugleich entlarvende Auseinandersetzung mit der Heimatstadt." Das immerhin ist richtig.

peter.littek@westdeutsche-zeitung.de

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