Neuss/Düsseldorf. Unfassbares Ende eines Trinkgelages in einer Neusser Wohnung im September 2009: Hans O. (45) riss seinem Bekannten Alexander J. (48) die Hoden ab und warf sie aus dem Fenster. Erst nach Tagen wurden sie in einem Schneefang gefunden. Seit Mittwoch steht "Hoden-Hans" in Düsseldorf vor Gericht. Der Staatsanwalt fordert, dass der 45-Jährige in einer psychiatrischen Klinik untergebracht wird. Denn Hans O. ist kein unbeschriebenes Blatt. Bereits im Jahr 2008 hatte er einem Behinderten in die Hose gegriffen und zugedrückt. Das damalige Urteil: Vier Monate Haft zur Bewährung. Sein letztes Opfer kennt O. von der Arbeit bei den gemeinnützigen Werkstätten. Nachdem O. den Bekannten zufällig in der Stadt getroffen hatte, betranken sich die Männer in seiner Wohnung, dann schlugen sie sich gegenseitig bewusstlos. O. wurde als erster wach, wollte Sex. Als sich beim benebelten Kumpel nichts regte, riss O. ihm die Hoden ab. Weil sie erst Tage später gefunden wurden, konnte sie nicht angenäht werden. O.’s einziger Kommentar im Gericht: "Ich sag’ da nix mehr zu."

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer