Das 16 Monate alte Kind erliegt nach dem Sturz seinen Verletzungen.

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Aus diesem Gebäude stürzte das Mädchen.

Aus diesem Gebäude stürzte das Mädchen.

Gerhard Berger

Aus diesem Gebäude stürzte das Mädchen.

Düsseldorf. Ein kleines Mädchen ist am Donnerstagmorgen in Bilk wohl aus einem Fenster im vierten Stock gestürzt. Ein Passant fand das schwerstverletzte Kind auf dem Gehweg – doch mehrere Notärzte und eine Operation konnten es nicht mehr retten. Das 16 Monate alte Mädchen starb in der Uni-Klinik.

Kurz vor halb neun rief ein Passant den Notruf der Feuerwehr, berichtet deren Sprecher Heinz Engels: Auf dem Gehweg der Straße Auf’m Hennekamp liege ein verletztes Kleinkind, habe es geheißen. Mehrere Notärzte, darunter ein spezialisierter Babynotarzt, rückten sofort aus, versorgten das kleine Mädchen vor Ort. Dann wurde es in die Uni-Klinik gebracht und sofort notoperiert. Doch alle Versuche der Ärzte blieben ohne Erfolg: Noch am Vormittag starb das Kind im Krankenhaus.

Mutter wurde mit einem Schock ins Krankenhaus eingeliefert

Jetzt versucht die Polizei, die Todesumstände aufzuklären. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Mädchen aus dem Fenster der Wohnung seiner Familie im vierten Obergeschoss stürzte. Zeugen dafür gibt es bislang aber nicht. Die Kripo hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. „Das wird bei jedem Fall, bei dem es eine ungeklärte Todesursache gibt, gemacht“, erläutert Polizeisprecherin Susanna Heusgen. „Zurzeit gehen wir von einem Unfallgeschehen aus.“ Hinweise auf eine Gewalttat gebe es bis dato nicht.

Die Mutter war mit den anderen Kindern der Familie zum Zeitpunkt des Unglücks wohl in der Wohnung. Dass der Notruf allerdings nicht von ihr selbst kam, deutet darauf hin, dass sie den Sturz zunächst überhaupt nicht bemerkte. Doch darüber kann die Kripo derzeit nur spekulieren, denn die Frau ist vorerst nicht vernehmungsfähig. Laut Polizei wurde sie mit einem schweren Schock ins Krankenhaus eingeliefert – dort kümmert sich auch ein Notfallseelsorger um sie. Der Vater war nach WZ-Informationen zum Zeitpunkt des Unfalls nicht in der Wohnung – ihn erreichte die Schreckensnachricht bei der Arbeit.

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