Bei den an der Ellerstraße 40 vorläufig festgenommenen Männern gab es laut Polizei „keine Haftgründe“.

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Am Samstagabend waren im Maghreb-Viertel in Oberbilk fast 300 Nordafrikaner überprüft und 40 festgenommen worden.

Am Samstagabend waren im Maghreb-Viertel in Oberbilk fast 300 Nordafrikaner überprüft und 40 festgenommen worden.

Judith Michaelis

Am Samstagabend waren im Maghreb-Viertel in Oberbilk fast 300 Nordafrikaner überprüft und 40 festgenommen worden.

Düsseldorf-Oberbilk. Nach der Großrazzia in Klein-Marokko rund um die Ellerstraße am Samstagabend sind inzwischen alle 40 vorläufig festgenommenen Männer wieder auf freiem Fuß. Das teilte Polizeisprecher Marcel Fiebig am Montag mit. 38 Personen waren wegen Verdachts auf illegalen Aufenthalt festgenommen wurden. Sie wurden erkennungsdienstlich behandelt – aber 33 von ihnen befinden sich noch im Asylverfahren, bei den anderen fünf gab es „keine Haftgründe“, sagt Fiebig. „Sie wurden in Einvernehmen mit dem Ausländeramt entlassen.“ Gegen einen mutmaßlichen Hehler läuft eine Anzeige, auch er kam aber nicht in Untersuchungshaft. Ein Mann war bereits zur Abschiebung ausgeschrieben – doch kurz vor knapp stellte er noch einen neuen Asylantrag.

Über diesen Ausgang ärgern sich Anwohner und Händler vor Ort, die schon am Sonntag wieder Verdächtige beobachteten und die Polizei riefen. „Da kann die Polizei nichts für – die tut, was sie kann“, sagt Rechtsanwalt Thomas Stephan, der an der Ellerstraße wohnt.“ Aber wir fühlen uns hier von der Politik sehr allein gelassen.“ Denn die habe sich grundsätzlich noch überhaupt nicht mit den Problemen des Viertels auseinandergesetzt.

Derzeit wird im Präsidium auch noch ausgewertet, ob unter den 294 kontrollierten Personen auch solche waren die in der Casablanca-Akte geführt werden. „Welche Schlüsse wir daraus ziehen“, so Fiebig, „wollen wir aber für uns behalten.“

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