Die dritte Pflanzsaison nach Ela hat gerade begonnen. 400 durch den Sturm verloren gegangene Bäume werden ersetzt. Die Kosten betragen rund 1,8 Millionen Euro.

Auch an der Wanheimer Straße hat das Gartenamt im vergangenen Jahr neue Bäume gepflanzt.
Auch an der Wanheimer Straße hat das Gartenamt im vergangenen Jahr neue Bäume gepflanzt.

Auch an der Wanheimer Straße hat das Gartenamt im vergangenen Jahr neue Bäume gepflanzt.

Die Platanen im Nordpark konnten nicht alle gerettet werden. Archiv

Gartenamt Stadt Düsseldorf, Bild 1 von 2

Auch an der Wanheimer Straße hat das Gartenamt im vergangenen Jahr neue Bäume gepflanzt.

Düsseldorf. In dieser Woche beginnen die Stadtgärtner mit der Neupflanzung von Straßenbäumen. Sie läuten damit die dritte Pflanzsaison nach dem Pfingststurm Ela im Jahr 2014 ein. 400 durch Sturm Ela verloren gegangene Straßenbäume werden ersetzt. Dafür investiert die Landeshauptstadt Düsseldorf rund 1,8 Millionen Euro. Zum Auftakt werden an der Roßstraße sechs Linden ersetzt und an der Marktstraße in der Altstadt wird ein Kugel-Ahorn gepflanzt.

Platanen statt Robinien an der Weseler Straße

An der Weseler Straße werden als Ersatz für die im Sturm umgestürzten Robinien nun Platanen gepflanzt. Robinien gehören nicht zu der in der Zukunftsbaumliste des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes getroffenen Auswahl von Baumarten, deren Verwendung angesichts der sich verändernden Klimabedingungen in der Stadt geeignet ist. Daher wird in diesem Fall ein Baumartenwechsel vollzogen. Weiter geht es mit der Charlotten- und Stresemannstraße, die vom Sturm gerissenen Lücken werden nun auch in diesen Straßen geschlossen.

Besonders aufwändig war für die Stadtgärtner die Erstellung der Baumgruben. Zunächst müssen alle Standorte auf etwaige Leitungen untersucht werden. Das Erdreich ist in der Innenstadt durch Abwasserkanäle, Telefon-, Strom-, Wasser- und Gasleitungen dicht belegt. Je nachdem welche Situation angetroffen wird, muss ein Wurzelschutz eingearbeitet werden, damit die Leitungen durch die Baumwurzel nicht in Mittleidenschaft gezogen werden. Es kommt auch vor, dass ein Baum aufgrund der Leitungstrassen gar nicht ersetzt werden kann.

In der mit Pflanzsubstrat gefüllten Grube wachsen Bäume gut an

Ist die unterirdische Leitungssituation geklärt, können die neuen, zwölf Kubikmeter großen Baumgruben ausgehoben werden. Die Grube wird mit Pflanzsubstrat gefüllt, in dem der Baum gut anwachsen kann. Um ihn zu schützen und gerade wachsen zu lassen, wird der Baum mit einem hölzernen Dreibock und Seilen fixiert. Der Stamm erhält dazu noch eine Manschette aus Kunststoff. Sie schützt den jungen Baum vor Schäden durch Mäharbeiten am Boden. Ebenso sorgt ein angebrachter weißer Schutzanstrich aus einer „mitwachsenden“ Spezialfarbe den Baum vor Rissbildungen, die durch starke Sonneneinstrahlung oder Frost entstehen können. Damit werden Pilze und Schädlinge abgehalten, die den jungen Baum schädigen würden.

Eine komplette Liste der geplanten Neupflanzungen von Straßenbäumen kann im Internet eingesehen werden: duesseldorf.de/stadtgruen/dokumentation/liste-baeume.html

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