OB Geisel, Künstler und Vereine diskutierten im Zakk.

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Im „damenundherren“ an der Oberbilker Allee finden Konzerte und Ausstellungen statt. Archiv

Im „damenundherren“ an der Oberbilker Allee finden Konzerte und Ausstellungen statt. Archiv

Clara Deilmann will die Raumvermittlung für Vereine verbessern.

Reinhold Knopp findet, Düsseldorf werde zu glatt. Archiv

Judith Michaelis, Bild 1 von 3

Im „damenundherren“ an der Oberbilker Allee finden Konzerte und Ausstellungen statt. Archiv

Düsseldorf. Brechend voll ist die Kneipe im Zakk am Samstagabend. Die Gäste wollen vor allem eins wissen: Wie geht es weiter mit dem Kulturverein „damenundherren“? Und überhaupt, wie kann die freie Kunstszene, die sogenannte Off-Kultur, überleben, wenn sie schon an Lärmbeschwerden und Behördendruck scheitert?

Zwölf Jahre lang lief alles gut für den beliebten Kulturverein an der Oberbilker Allee, der mit seinem Nischenprogramm stets ein beliebter Treffpunkt von Kulturfreunden war. Dann folgte jedoch auf Lärmbeschwerden einer Nachbarin hin die Ankündigung des Bauaufsichtsamtes, die Nutzungsgenehmigung zu entziehen, falls laute Formate wie Konzerte weiterhin stattfinden sollten. Ohne die aber kann sich der Verein bei den Mietpreisen nicht halten. Die Suche nach einem neuen Raum für Kunst, die auch mal laut sein darf, nahmen die Mitglieder als Anlass für eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der Stadt, der Kunstszene sowie dem Zakk-Leiter und Soziologen Reinhold Knopp.

„Die Stadt braucht die Off-Kultur. Da gehört Lärm manchmal dazu“

Der provozierte gleich zu Beginn mit der Aussage, Düsseldorf werde zu glatt und konservativ: „Die Stadt braucht die Off-Kultur. Dabei gehört Lärm auch manchmal dazu.“

Ulf Tranow von „damenundherren“ kann den Ruheanspruch der Nachbarn verstehen, forderte aber Lösungen seitens der Stadt: „Die Off-Kultur muss in der Stadt ihren Platz haben. Daher verlangen wir, dass ungenutzte Räume auch an uns vermittelt werden.“ Die Toilettenanlage am Kirchplatz, leerstehende Büroräume oder das Haus Kolvenbach im Volksgarten kämen dabei in Frage.

OB Geisel will sich für neue Vereinslokale einsetzen

„Zumindest in der Umbauphase sollten solche Räume als Kulturort genutzt werden können“, sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel. Keine dauerhafte Lösung, aber immerhin ein Anfang.

An Platz mangelt es also nicht, dafür aber an Kommunikation zwischen der Stadt und den Künstlern. Geplant ist daher laut Clara Deilmann (Grüne), die Vorsitzende des Kunstbeirates, eine Stelle zu schaffen, die für die Raumvermittlung der Vereine verantwortlich ist.

Tranow zeigte sich zufrieden mit dem Abend: „Wir haben heute gezeigt, dass noch viel Gesprächsbedarf besteht und hoffen auf den weiteren Dialog zwischen Künstlern und der Stadt.“

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