Richard Strauss’ Melodram „Enoch Arden“ im Robert-Schumann-Saal.

Richard Strauss’ Melodram „Enoch Arden“ im Robert-Schumann-Saal.
Bruno Ganz liest im Robert-Schumann-Saal.

Bruno Ganz liest im Robert-Schumann-Saal.

Jörg Carstensen/dpa

Bruno Ganz liest im Robert-Schumann-Saal.

Düsseldorf. Der vielfach preisgekrönte und international gefeierte Bühnenstar Bruno Ganz („Der Untergang“, „Der Himmel über Berlin“), einer der größten Schauspieler deutscher Sprache und seit 1996 Träger des „Iffland-Ringes“, bringt zusammen mit dem Rising Star der New Yorker Carnegie Hall Kirill Gerstein Richard Strauss’ Melodram „Enoch Arden“ um eine erfüllte, verhüllte, dramatische Liebe im Dreieck kongenial zur Aufführung. Die erste Konzerthälfte im Robert-Schumann-Saal im Museum Kunstpalast im Ehrenhof wird mit stimmungsvoller Klaviermusik von Brahms gestaltet.

Das Melodram Enoch Arden basiert auf der gleichnamigen, 1864 erschienenen Verserzählung von Lord Alfred Tennyson. Dieser wurde inspiriert durch eine Fabel des persischen Dichters Omar Chayyam, die der Übersetzer Edward Fitzgerald ins Englische übertragen hatte.

Das Melodram spielt in einem englischen Seestädtchen, wo drei Kinder, Enoch Arden, Philipp Ray und Annie Lee, ihre sorglose Jugend genießen. Zuweilen kommt es zwischen den beiden Jungen zu Konflikten. In solchen Momenten ist es Annie, die in der Rolle der Freundin mal des einen, mal des anderen Jungen den Streit schlichtet.

Aus dem Spiel wird Ernst. Die Liebe der beiden Bewerber zu Annie dauert an, der Auserkorenen bleibt schließlich keine Wahl: Sie muss sich entscheiden. Annie wählt Enoch. Es folgen sieben glückliche Jahre.

Als der Gatte und Vater zweier Kinder mit einem Handelsschiff zu einer weiten Reise nach China aufbricht, Annie über Jahre hinweg nichts von ihm hört und ihn schließlich für tot glaubt, heiratet sie Philipp, den anderen Freund aus Kindertagen. Doch Enoch Arden ist nicht verstorben. Nachdem er einen schweren Schiffbruch überlebt hat, kehrt der verschollen Geglaubte in die Heimat zurück. Noch bevor er sein Haus betritt, erfährt er vom neuen Glück seiner Frau: Von niemandem erkannt, führt Enoch ein Jahr lang ein einfaches Leben in der Gemeinschaft der englischen Fischer, ohne sich in Annies zweite Ehe einzumischen. Erst auf dem Totenbett bittet er die Wirtin, seiner Familie nach seinem Dahinscheiden die Wahrheit zu berichten und die Gründe für sein Handeln zu erläutern.

Mehr Infos unter

www.robert-schumann-saal.de.

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