Weil eine Verlegung des Kanals unter dem Ehrenhof zu teuer ist, werden Alternativen für die Tiefgarage und den Zugang geprüft.

Blick auf den Ehrenhof mit der Tonhalle (vorn), dahinter das NRW-Forum – unter dem Vorplatz soll die Tiefgarage entstehen. Hinten: das museum kunst palast.
Blick auf den Ehrenhof mit der Tonhalle (vorn), dahinter das NRW-Forum – unter dem Vorplatz soll die Tiefgarage entstehen. Hinten: das museum kunst palast.

Blick auf den Ehrenhof mit der Tonhalle (vorn), dahinter das NRW-Forum – unter dem Vorplatz soll die Tiefgarage entstehen. Hinten: das museum kunst palast.

Blick auf den Ehrenhof mit der Tonhalle (vorn), dahinter das NRW-Forum – unter dem Vorplatz soll die Tiefgarage entstehen. Hinten: das museum kunst palast.

Düsseldorf. In einer Woche fährt Bürgermeister und Kulturausschuss-Vorsitzender Friedrich Conzen mit CDU-Parteifreunden zum neuen Kolumba-Museum nach Köln. Conzen sucht nach Anregungen für den Erweiterungsbau des museum kunst palast. Er gilt als Motor für das Projekt unter dem Ehrenhof, das auch eine Tiefgarage haben soll.

Problem: Unter dem Gelände verläuft ein großer Abwasserkanal: Er kommt aus der Inselstraße und knickt dann nach Norden ab. Zwischenzeitlich wurde darüber nachgedacht, ihn zu verlegen. Doch das ist zu teuer. Dazu kommt, dass der Kanal nicht überbaut werden dürfte. Das aber bedeutet auch: Ein neuer Eingang zu den unterirdischen Räumen im Bereich des Brunnens vor museum kunst palast ist vom Tisch. Conzen denkt deshalb über Alternativen nach.

Ein neuer Museums-Eingang könnte auf Gartenamts-Areal entstehen

Dabei hat der CDU-Politiker das Gelände des Gartenamts im Blick. "Man muss sich doch fragen, ob das Gartenamt an dieser Stelle unbedingt Mähmaschinen lagern muss. Vielleicht genügt es, wenn man die Maschinen bei Bedarf auf einem Laster herbeischafft."

Dieses Areal könne ein guter Standort für einen Eingangsbereich für die neuen unterirdischen Räume sein. Zurzeit stehen dort hässliche Baracken. Die neuen Räume würden dann unterhalb der Erdoberfläche in Richtung Norden entstehen - parallel zum Abwasserkanal.

Richtung Süden wäre eine Anbindung an die Tiefgarage möglich. Sie soll unter der Grünfläche vor dem NRW-Forum gebaut werden. Die Zufahrt könnte von der Oederallee aus eingerichtet werden - ohne den Hofgarten anzutasten.

Das museum kunst palast wird unterirdisch erweitert, für die eigene Sammlung und für Stiftungen. 25bis 30 Millionen Euro wird das Projekt mit Tiefgarage kosten.

Es entstehen rund 380 Tiefgaragenplätze und 7500 Quadratmeter fürs Museum.

Der Architekturwettbewerb wird vorbereitet. Baubeginn soll 2011 sein.

Clou: Von der Tiefgarage könnten Gäste auch bei Regen trockenen Fußes zur Tonhalle gelangen. Conzen: "Jetzt müssen die Besucher durch Wind und Wetter laufen und sitzen anschließend mit nasser Hose im Konzert. Das macht keinen Spaß." Alternativ wird aber auch über eine Tiefgaragenzufahrt aus Richtung Rheinufer nachgedacht.

Klarheit herrscht inzwischen über den Raumbedarf für museum kunst palast. Es wurde das Büro des Projektmanagers Reinhold Hahlhege aus Düsseldorf eingeschaltet. Hahlhege beziffert den Raumbedarf auf rund 7500Quadratmeter, davon 6000 als Museumsfläche. In Gesprächen mit dem Generalintendanten Beat Wismer will Hahlhege auch die organisatorischen Abläufe im Haus ändern. Hahlhege betont: "Es soll aus drei Museumsteilen ein Museum werden."

Bald soll es einen städtebaulichen Wettbewerb geben. Conzen: "Dabei sollten wir alle Ideen sammeln und in Ruhe diskutieren."

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