34 Passanten und zehn Polizisten durch Pfefferspray verletzt. Verbindungen zum Rocker-Milieu werden geprüft.

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Düsseldorf. Ausgelassen feierten die Narren Altweiber auf der Bolkerstraße. Um 22.38 Uhr knallte es dann plötzlich, die Scheibe eines Pizza-Imbisses ging zu Bruch. Augenblicke später hatten viele Passanten Tränen in den Augen. Jemand hatte Pfefferspray gesprüht. 44 Personen, darunter zehn Polizisten, wurden bei dem Anschlag leicht verletzt. Die Kripo prüft jetzt, ob es Verbindungen zum Rocker-Milieu gibt. In den vergangenen Monaten verdichtete sich der Verdacht, dass in der Altstadt Schutzgelder bei Gastronomen erpresst werden.

Zeugen berichteten, dass alles ganz schnell gegangen sei. Zunächst warf ein Täter eine Mülltonne durch die Scheibe des Pizza-Imbisses. Kurz danach sprühte ein Komplize mit Pfefferspray. Das breitete sich aber nicht nur in dem Lokal, sondern auch auf der Bolkerstraße aus, wo sich die Menschen drängten. 34 Narren und zehn Polizisten erlitten Augenreizungen, es blieb aber bei leichten Verletzungen. Die Polizeibeamten konnten ihren Dienst fortsetzen.

Kurz nach dem Anschlag wurden vier Verdächtige festgenommen. Die Polizei geht nicht davon aus, dass es sich um eine spontane Tat handelt. „Wir werden auch prüfen, ob es Verbindungen zum Rocker-Milieu gibt“, erklärte Einsatzleiter Jürgen Bielor.

Im November hatten mutmaßliche Mitglieder der Hells Angels einen Imbiss an der Mühlenstraße überfallen und sollen Angestellte mit Schusswaffen bedroht haben. Die Polizei war sehr schnell mit starken Kräften vor Ort und konnte drei Tatverdächtige aus dem Rocker-Milieu festnehmen. Das Trio hatte erheblichen Widerstand geleistet.

Im Dezember stürmte die Polizei dann eine Weihnachtsfeier der Hells Angels in einem Club an der Theodorstraße. An dem Einsatz war auch ein Panzerwagen beteiligt. Wenige Tage später gab das Chapter D-City der Hells Angels seine Auflösung bekannt.

Es gibt aber noch ein zweites Chapter der Rocker, das vor allem aus türkischstämmigen Mitgliedern besteht. Zwischen den beiden Gruppen gibt es zunehmend Konflikte. Auch an anderen Orten hatten die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt Altweiber alle Hände voll zu tun.

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