Bunt und bissig sind diesmal die Entwürfe der Gesellschaften für Rosenmontag.

Für frischen Wind will der Venetienclub sorgen (o.), die Uzbröder nehmen Abschied (m.) und die Kölner haben nichts zu lachen.
Für frischen Wind will der Venetienclub sorgen (o.), die Uzbröder nehmen Abschied (m.) und die Kölner haben nichts zu lachen.

Für frischen Wind will der Venetienclub sorgen (o.), die Uzbröder nehmen Abschied (m.) und die Kölner haben nichts zu lachen.

Nanninga

Für frischen Wind will der Venetienclub sorgen (o.), die Uzbröder nehmen Abschied (m.) und die Kölner haben nichts zu lachen.

Düsseldorf. "Bei mir zu Hause ist das ganze Jahr über Karneval", bekannte Engelbert Oxenfort, der Präsident des Carnevals Comitee, am Mittwoch in der Stadtsparkasse bei der Präsentation der Entwürfe für die diesjährigen Karnevalswagen. Die Düsseldorfer Jecken, für die sich die fünfte Jahreszeit auf den Rosenmontag beschränkt, dürfen sich freuen: Der Zug wird in dieser Jahr besonders bunt und bissig.

Denn obwohl die Gesellschaftswagen im Gegensatz zu den politischen Mottowagen vergleichsweise harmlos daherkommen, gelang den Wagenbauern unter dem Sessions-Motto "Do bes de platt" so mancher Seitenhieb. Allen voran dem bekannten Wagenbauer Jaques Tilly, der rund 50 Prozent der Wagenmotive gestaltet hat.

Besonders provokativ: Der Wagen des Venetienclubs. Der Spruch "Frischer Wind im Düsseldorfer Karneval" scheint sich direkt an manchen Altherren-Verein im Brauchtum zu wenden. Jaques Tilly: "Das Motto haben sich die Damen selbst ausgesucht. Ich habe dann sechs Entwürfe vorgelegt - und am Ende haben sich die Frauen dann für die mildeste Versionen entschieden."

Auch die vielen Baustellen in der Stadt sind für die Gesellschaften ein Thema. So zeigt der Rosenmontagswagen der KG Tills Freunde Derendorf die Stadt als eine große Umleitung und bei den Düssel-Narren ist ein aggressiver U-Dax am Werk. Tilly: "Die ganze Stadt ist ein einziges Verkehrshindernis. Die Baustellen sind zurzeit das beherrschende Thema in Düsseldorf."

Und so machen sich einige Gesellschaften auch Gedanken, was sie nach der Rundumerneuerung der Stadt so alles vermissen werden. Die Düsseldorfer Uzbröder etwa nutzen den Zoch, um ihre Trauer darüber zu bewältigen, dass auch der Tausendfüßler schon bald platt sein wird.

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