Der Tod von Yuri Röhrig im Jahr 2000 scheint aufgeklärt. Bei dem Täter soll es sich um einen Mann aus Köln handeln.

In diesem Haus wurde Yuri Röhrig im Oktober 2000 erdrosselt aufgefunden.
In diesem Haus wurde Yuri Röhrig im Oktober 2000 erdrosselt aufgefunden.

In diesem Haus wurde Yuri Röhrig im Oktober 2000 erdrosselt aufgefunden.

Dieter Knopp

In diesem Haus wurde Yuri Röhrig im Oktober 2000 erdrosselt aufgefunden.

Düsseldorf. Ein acht Jahre alter Mordfall scheint gelöst: Am Mittwochmorgen nahm die Polizei einen 37-jährigen Mann in seiner Wohnung in Köln fest. Er soll im Jahr 2000 die Millionärswitwe Yuri Röhrig (87) ermordet haben.

"Wir gehen davon aus, dass wir den Fall gelöst haben", bestätigte Staatsanwalt Ralf Herrenbrück. Nach Informationen der WZ soll es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen damals 29-jährigen Gelegenheitsarbeiter handeln, der für Röhrig öfters Handwerkerarbeiten erledigte. Er soll die Seniorin in ihrem Haus an der Graf-Recke-Straße mit einem Kabel erdrosselt haben.

Die Tat konnte ihm bislang nicht nachgewiesen werden

Bereits kurz nach der Tat war der Verdacht auf den Handwerker gefallen. Die Ermittler hatten seine DNA an dem Kabel gefunden. Weitere Indizien: Er hatte kurz nach dem Tod der Frau Mietschulden zurückgezahlt, obwohl er kurz zuvor noch über Geldprobleme geklagt hatte.

Eindeutig nachweisen konnte man ihm die brutale Tat jedoch nie: Denn obendrein wurde noch die DNA einer Frau unter den Fingernägeln der Toten gefunden. Um wen es sich dabei handelt, ist nach wie vor unklar.

Nun ist sich die Staatsanwaltschaft jedoch sicher, den wahren Täter verhaftet zu haben. "Wir haben nachermittelt. Außerdem liegen neue Beweismittel vor", sagt Herrenbrück.

Die damals sicher gestellten Asservate hat die Staatsanwaltschaft mittlerweile mit neuen technischen Methoden analysieren lassen. Zu den Asservaten gehörten neben dem Kabel auch Gegenstände, die der Mann auf keinen Fall bei seinen handwerklichen Arbeiten dabei gehabt haben kann. Das brachte die Staatsanwaltschaft wohl auf die Spur des Mannes.

Seit Mittwoch sitzt der 37-Jährige in Untersuchungshaft. Er schweigt bislang zu den Vorwürfen. Ob er noch ein Geständnis ablegen wird, steht noch nicht fest. Einzelheiten will die Polizei am Donnerstag bei einer Pressekonferenz verkünden.

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