Psychiater hält die Angeklagte im Prozess um den Mord in der Karibik für voll schuldfähig.

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Daniel Reinhardt

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Düsseldorf. Der Prozess um den Mord in der Karibik steht kurz vor dem Ende. Bevor die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung gehalten werden, sagte am Mittwoch der Psychiater aus, der die Angeklagte Maria C. untersucht hatte. Ihm hatte die 45-Jährige die tragische Liebes-Geschichte geschildert, die am Ende zum Tod ihres Ehemanns Helmut T. führte. Der 56-Jährige war im Dezember vor zwei Jahren angeblich von einem Auftragskiller in seinem Waen erschossen worden. Maria C. bestreitet, dass sie etwas mit dem Mord zu tun hat.

Drei Stunden lang hatte der Gutachter mit der Angeklagten gesprochen. Maria C. hatte ihren Ehemann in der Dominikanischen Republik kennen gelernt, als sie 16 Jahre alt war. Helmut T., damals 29 Jahre alt, fuhr damals mit seinem Motorrad an der Strandpromenade entlang. Es war Liebe auf den ersten Blick. Nur drei Wochen später gabe sich die beiden das Ja-Wort.

Danach lebte das Paar in Deutschland. Hier arbeitete die 45-Jährige nach eigenen Angaben als Prostituierte. Helmut T. soll nicht nur davon gewusst, sondern seine Ehefrau auch selbst zur Arbeit gefahren haben. Rund 700 Euro soll die Angeklagte am Tag verdient haben. Trotzdem sei sie als Analphabetin immer von ihrem Ehemann abhängig gewesen sein. Das Geld wurde unter anderem in ein Gästehaus in der Dominikanischen Republik investiert.

Nach der Geburt der dritten Tochter ging die Ehe kaputt

Nach der Geburt der dritten Tochter soll sich Helmut T. verändert haben. Nach Aussage von Maria C. drangsalierte er das Kind und schüttete Salz und Pfeffer in die Milch. Als das Mädchen fünf Jahre alt, kehrte die Frau in ihre Heimat zurück. Trotz der Trennung hatte das Paar weiterhin einen freundschaftlichen Kontakt.

Auch gegenüber dem Psychiater bestritt Maria C., etwas mit dem Tod ihres Ehemanns zu tun zu haben. Sie sei völlig überrascht gewesen, als Im Auto plötzlich der Schuss fiel. Der Gutachter hält die Frau allerdings für voll schuldfähig. Am 9. März wird der Prozess vermutlich zu Ende gehen.

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