Ulrich Wolter, Geschäftsführer des Stadtsportbundes, weiß, dass die Eröffnung der Handball-WM 2019 in Düsseldorf ausverkauft wäre.

Team-Leistung
2019 jubelt das DHB-Team möglicherweise in Düsseldorf.

2019 jubelt das DHB-Team möglicherweise in Düsseldorf.

dpa

2019 jubelt das DHB-Team möglicherweise in Düsseldorf.

Düsseldorf. Spätestens Ende März erfährt Düsseldorf, ob die Stadt Standort für die Handball-WM sein wird, die in Dänemark und Deutschland dann im Januar 2019 stattfinden wird. Die Sportstadt hat den Weg geebnet, auch wenn offensichtlich nicht alle Fraktionen im Rat begeistert sind. „Es wäre doch ein großes Spektakel, wenn wir den Weltrekord für Handball-Spiele in der Arena aufstellen könnten“, sagt Ulrich Wolter, der Geschäftsführer des Stadtsportbundes, der keinerlei Probleme sieht, die etwas mehr als 50 000 Plätze in der Arena für ein Spiel mit deutscher Beteiligung zu füllen. „Wir haben allein 189 Handball-Mannschaften in Düsseldorf, und da sind die Bambini-Teams noch nicht einmal mit eingerechnet. Wir bekommen die Arena in jedem Fall voll.“ Darüber hinaus ist NRW ohnehin ein Handball-Land mit 6000 Teams und 169 000 aktiven Spielerinnen und Spielern. In Deutschland sind es insgesamt 30 000 Mannschaften.

An der WM 2019 werden 24 Nationen teilnehmen. Die Vorrunde wird in vier Gruppen à sechs Teams ausgetragen. In Deutschland sollen voraussichtlich 38 WM-Spiele stattfinden – zwei Vorrundengruppen (darunter die mit der deutschen Handball-Nationalmannschaft), vier Achtel-, zwei Viertel- und beide Halbfinals. Schauplatz der übrigen Partien wird Dänemark sein.

Beim Deutschen Handball Bund ist das Interesse groß, die Eröffnungspartie in einem großen Stadion auszurichten. Und noch ist nicht bekannt, dass es einen weiteren Bewerber außerhalb von Düsseldorf mit einer Arena (mit Dach) gibt. Allerdings hatte Berlin bereits früh signalisiert, als Hauptstadt das Eröffnungsspiel austragen zu wollen.

Für Düsseldorf wäre es ein Riesenschub für den Handball, würde die Stadt die Chance für den Weltrekordversuch erhalten. Vielleicht spielt ja dann auch eine Spielgemeinschaft aus Düsseldorf und Neuss in der ersten Liga oder klopft an der Tür zur höchsten Liga gerade an. Das Interesse der Region an Handball ist jedenfalls sehr groß und wäre als Werbemaßnahme auch nachhaltig.

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