Eine Neuauflage des Riesenfestes 2004 wird es nicht geben – aber zur CPD viel Mode zum Anfassen.

Eine Neuauflage des Riesenfestes 2004 wird es nicht geben – aber zur CPD viel Mode zum Anfassen.
Jetzt wird Mode eine Nummer kleiner gezeigt – aber einige Shows auf dem Areal Böhler sind auch für die Düsseldorfer offen.

Jetzt wird Mode eine Nummer kleiner gezeigt – aber einige Shows auf dem Areal Böhler sind auch für die Düsseldorfer offen.

Bei der Kö-Modenschau 2004 gab es eine Reise durch die modische Vergangenheit – und als Stargast Naomi Campbell.

Platform Fashion, Bild 1 von 2

Jetzt wird Mode eine Nummer kleiner gezeigt – aber einige Shows auf dem Areal Böhler sind auch für die Düsseldorfer offen.

Düsseldorf. Am Freitag startet das CPD-Modewochenende mit starken Messen und schon fast ausverkauften Schauen der Platform Fashion auf dem Areal Böhler – Zeit, mal auf modische Glanzzeiten in Düsseldorf zurückzublicken, zu träumen und nachzufragen: Bekommen wir das nicht noch mal hin? Eine Modenschau auf der Kö wie 2004 – mit einer Million Besuchern und Naomi Campbell auf dem Laufsteg? Wie wär’s?

Die schlechte Nachricht: Nein, wohl eher nicht. Das Orderwochenende sei „zunächst mal ein B2B-Thema“, sagt Uwe Kerkmann von der städtischen Wirtschaftsförderung – für die Hersteller und Verkäufer von Mode. Er erinnert sich selbst noch gut an das Kö-Fest 2004. Und an den hohen sechsstelligen Betrag, den das Event kostete: „Das war ein kostspieliger Spaß!“

Auch Klaus Brinkmann von Bugatti, zudem Vorsitzender des Düsseldorfer Vereins Fashion Net, macht sich da wenig Illusionen: „Die Wirkung einer solchen Veranstaltung ist riesig – für einen Tag.“ Für diesen Effekt Sponsoren in der gebeutelten Modebranche zu finden: „Das ist nicht angesagt.“ Weiß auch Benjamin Kuchenbäcker, der in der fünften Saison die Modenschauen der „Platform Fashion“ veranstaltet – zum zweiten Mal auf dem Areal Böhler – und jedes Mal wieder mühsam Sponsoren suchen muss: Im Handel laufe gerade der Ausverkauf; dort jetzt Geld für massentaugliche Mode-Events einsammeln zu wollen, sei utopisch.

Düsseldorfer sind willkommen bei den „Fashion Lectures“

Trotzdem stehen sie alle am Montag bei der Auftakt-Pressekonferenz zur CPD mit einem Lächeln vor dem Fashion-Net-Plakat mit der Aufschrift: „We love Fashion in Düsseldorf“. Denn, so glaubt Wirtschaftsförderer Kerkmann: Die Düsseldorfer leben und lieben Mode ohnehin 365 Tage im Jahr, unabhängig vom CPD-Termin – was Events wie die „Vogue Fashion Night Out“ rund um die Kö bewiesen. Aber auch an diesem Wochenende können Menschen in der Stadt wieder mehr als in der jüngeren Vergangenheit teilhaben an der Mode.

Designer und Fashion-Net-Sprecher Wolfgang Hein verweist auf die Modenschauen „Fashionyard“ und „Fashion Selected“ im Kesselhaus des Areal Böhler: „Die sind auch offen für die Düsseldorfer.“ Laut Kuchenbäcker gibt es allerdings nur noch wenige Resttickets. Seine Agentur Kollektiv K will aber auch im 600-Quadratmeter-Zelt mit den „Fashion Lectures“ – einem Programm für Modebranche und Modeinteressierte – eine Schnittstelle zwischen Bevölkerung und CPD schaffen.

Laut einer Untersuchung der Stadt macht die Modewirtschaft in Düsseldorf einen jährlichen Umsatz von rund 18 Milliarden Euro. 3056 Unternehmen mit weit mehr als 33 000 Mitarbeitern gebe es hier.

Das Institut für Handelsforschung in Köln hat Showroombetreiber und Handel zum Standort befragt. Die Ergebnisse: Für 96 Prozent der Showroombetreiber hier ist Düsseldorf ein sehr bedeutender Standort, nur die Hälfte hat überhaupt in einer anderen Stadt einen Showroom.

Die Lectures sind für alle offen, zudem bieten junge Designer im Zelt ihre Kreationen in einem Pop-up-Store an. Die Stadt soll schon ein bisschen merken, wie wichtig sie der Modebranche ist (siehe Kasten „Modische Fakten“). Und das ist zum Schluss eine gute Nachricht.

www.fashionlectures.de

© WhatsBroadcast

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