Mit einem opulenten Fest hat das Düsseldorfer Modehaus am Samstag sein 50-Jähriges in der Raketenstation der Insel Hombroich gefeiert.

Jubiläum
Hannelore Elsner (l.) saß an einem Tisch mit Iris Berben und deren Freund Heiko Kiesow.

Hannelore Elsner (l.) saß an einem Tisch mit Iris Berben und deren Freund Heiko Kiesow.

Sebastian Koch hatte einen kurzen Auftritt, Maria Furtwängler war die Schirmherrin des Abends.

Susanne Asbrand Eickhoff, Gastgeber Albert Eickhoff mit Ehefrau Brigitte Eickhoff sowie Barbara Becker und Ehemann Arne Quinze (v.l.).

BrauerPhotos (c) G.Schober, Bild 1 von 3

Hannelore Elsner (l.) saß an einem Tisch mit Iris Berben und deren Freund Heiko Kiesow.

Düsseldorf. Nach innen sparsam und nach außen großzügig. Mit dieser Losung haben Brigitte und Albert Eickhoff Karriere gemacht, und hinzu kamen offenbar eine besondere Freundlichkeit und das echte Interesse am Gegenüber, die bei der großen Feier zum Geschäftsjubiläum und zur Goldenen Hochzeit mehrfach gelobt wurden.

Aktuell hat dies Bettina Böttinger erfahren, die den Abend moderierte. Sie sorgte allerdings für hörbares Schmunzeln, als sie davon berichtete, dass ihr Dackel mit 19 Jahren das Zeitliche gesegnet habe, und der Nachfolger von Eickhoff stammt. „Er sagte: ,Den Hund bezahlen wir.“ Das ist die Methode Eickhoff: Persönliche Bänder knüpfen „und allen eine Krone aufsetzen“, wie es die Festrednerin des Abends, Bunte-Chefredakteurin Patricia Riekel, ausdrückte.

Champagner aus Magnumflaschen für die 280 Gäste

Was die Großzügigkeit betrifft, so kamen die 280 Gäste an üppig mit Pfingstrosen dekorierten Tafeln der Raketenstation unter, die von großen fünfarmigen Kerzenleuchtern gekrönt wurden.

Der Champagner floss – natürlich aus Magnumflaschen – in Strömen, und das hundertköpfige Heer der Kellnerbrigade schenkte nicht irgendeinen Rotwein aus, sondern Brunello, den feinen Tropfen aus der Toskana. Zu essen gab es u.a. Spargel mit Salat, Heilbutt, Kalbsfilet und ein Erdbeer-Dessert.

Kein Wunder, dass die Schirmherrin des Abends, Burda-Gattin Maria Furtwängler, angesichts von so viel Wohlleben gleich mehrfach das Gefühl beschlich, was sie zu sagen habe, passe vielleicht nicht in den festlichen Rahmen. Aber ihr Engagement für die Dritte Welt hatten die Eickhoffs schon beim 40-Jährigen unterstützt, von ihren Spenden wurde eine Entbindungsstation im Senegal und ein Mütterhaus auf den Philippinen errichtet.

Auch Furtwänglers Tochter („ein süßes verwöhntes Stück“) hat nun in Afrika gearbeitet, „denn zu helfen macht selig“. Bis Montag hatten die Eickhoff-Gratulanten 80 000 Euro für das nächste Projekt gespendet, die gleiche Summe gibt Herbert Burda dazu – für ein Haus, in dem Mädchen unterkommen können, die zur Prostitution gezwungen wurden.

Bis 3 Uhr wurde gefeiert, wobei Eickhoff es besonders gut meinte und die Gäste bis nach Mitternacht auf ihren Stühlen hielt. Iris Berben und Sebastian Koch rezitierten, Max Raabe schmachtete seine Berliner Lieder, Ballettchef Martin Schläpfer führte den Kaiserwalzer auf.

Schade nur, dass es keinen Kaiserinnenwalzer gibt – den hätte Albert Eickhoff seiner Frau wohl gerne geschenkt. Ihr dankte er „mit Demut und Bewunderung“, den Erfolg „hatte ich in ihrem Schutz“. Nun, nach dem Fest, soll endgültig und auch nach außen die nächste Generation übernehmen.

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