Kurden-Demo
Polizisten während der Demo am Samstag in Düsseldorf.

Polizisten während der Demo am Samstag in Düsseldorf.

Lepke, Sergej (SL)

Polizisten während der Demo am Samstag in Düsseldorf.

Düsseldorf. Gegen einen Teilnehmer der von der Polizei am Samstag in Düsseldorf gestoppten Kurden-Demonstration ist Haftbefehl erlassen worden. Dem Mann werde gefährliche Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag.

Der 34-Jährige war festgenommen worden, nachdem er Polizisten massiv angegriffen haben soll. Nach dem Schuss mit einer Zwille sei er per Videoaufzeichnung identifiziert worden, teilte die Polizei mit. Ein Beamter sei am Helm getroffen. Als Geschosse soll der Mann Münzen und Steine verwendet haben. Der 34-Jährige ist den Angaben zufolge in einem Asylbewerberheim in Bayern gemeldet.

Am Samstag hatte die Polizei die Kundgebung mit 6000 Teilnehmern gestoppt, nachdem plötzlich zahlreiche verbotene Fahnen mit dem Bild des kurdischen PKK-Anführers Abdullah Öcalan gezeigt wurden. Mit den Fahnenstangen wurden Polizisten geschlagen und beworfen. Zwölf Polizeibeamte wurden verletzt, drei von ihnen schwer. Die PKK ist in Deutschland, der EU und der Türkei als Terrororganisation eingestuft und verboten. Das Zeigen des Öcalan-Bilds ist seit März verboten. 

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