In sieben Düsseldorfer Stadtbüchereien gibt es nun Bereiche mit Lern- und Schülerhilfen.

Die Mädchen und Jungen der Paul-Klee-Schule durften am Mittwoch als erste das Schülercenter in der Zentralbibliothek testen.
Die Mädchen und Jungen der Paul-Klee-Schule durften am Mittwoch als erste das Schülercenter in der Zentralbibliothek testen.

Die Mädchen und Jungen der Paul-Klee-Schule durften am Mittwoch als erste das Schülercenter in der Zentralbibliothek testen.

Bernd Schaller

Die Mädchen und Jungen der Paul-Klee-Schule durften am Mittwoch als erste das Schülercenter in der Zentralbibliothek testen.

Düsseldorf. Die Liste der Neuerungen im Bildungswesen ist lang. Darauf reagieren nun auch die Stadtbüchereien Düsseldorf. Eine der Reformen macht sich bei den städtischen Bibliotheken insbesondere bemerkbar: die Verkürzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre.

In einem Projekt wurden nun Schülercenter in sieben Bibliotheken eingerichtet. "Wir hatten im Jahr 2009 eine wachsende Nachfrage nach Lernhilfen", sagte Projektleiterin Nicole Fuchs am Mittwoch bei der Vorstellung der Schülercenter in der Zentralbibliothek. So stieg die Nachfrage im Fachbereich Deutsch zum Beispiel um fast 50 Prozent.

Den Grund glaubt Norbert Kamp, Direktor der Stadtbüchereien, zu kennen: "Das Turbo-Abi führt zu dieser verstärkten Ausleihe." Viele Schüler und Eltern beklagen das hohen Leistungsdruck. Hinzu kommt, dass das selbstorganisierte Lernen immer wichtiger wird.

Hierfür sind die Schülercenter eingerichtet worden: Lernhilfen oder Nachschlagewerke sind zentral gesammelt und nach Klassen und Fächern geordnet. Außerdem können multimediale Angebote auf CD-Rom und Arbeitsplätze mit internetfähigen PCs genutzt werden.

In jedem Schülercenter stehen circa 500 Medien zur Verfügung, die fast alle neu angeschafft wurden. Insgesamt wurden 100 000 Euro in das Projekt investiert, unterstützt wurden die Stadtbüchereien dabei vom Förderverein "Freundeskreis Stadtbüchereien Düsseldorf" und der Landesregierung NRW.

Die Bibliothek kann als Lernort viele Vorteile bieten

"Das Lernen in Gruppen und an dezentralen Orten wird immer häufiger", sagt Kamp. Daher ist es die Zielsetzung des Projektes, die Bibliothek als außerschulischen Lernort zu präsentieren. Eltern und Schüler haben hier einen zentralen Zugang zu Lernhilfen. Für Jugendliche unter 18 Jahren ist die Ausleihe zudem kostenlos. "In einer Bibliothek stehen den Besuchern alle Arten von Medien zur Verfügung", ergänzt Beate Möllers vom NRW-Kultusministerium.

Das Projekt ist nicht auf eine bestimmte Schülergruppe zugeschnitten. "Jedoch können wir auf diesem Wege auch Schülern aus sozial schwächeren Schichten die Möglichkeit zum selbstständigen Lernen bieten", so Kamps Hoffnung.

Die Stadtbüchereien wollen sich gezielt an Schulen wenden. So werden heute an allen Schulen der Stadt Broschüren verteilt. Damit auch jeder Schüler, trotz Lernstress’ und hohen Arbeitspensums das Turbo-Abi meistern kann.

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