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Zentrum Operative Medizin II, kurz ZOM II, stand nach der Fertigstellung wegen Baumängeln jahrelang leer.

Zentrum Operative Medizin II, kurz ZOM II, stand nach der Fertigstellung wegen Baumängeln jahrelang leer.

JM

Zentrum Operative Medizin II, kurz ZOM II, stand nach der Fertigstellung wegen Baumängeln jahrelang leer.

Düsseldorf (dpa) - Das Debakel um das jahrelang leerstehende neue Operationszentrum der Uniklinik Düsseldorf hat am kommenden Dienstag ein Nachspiel vor Gericht. Eine inzwischen insolvente Firma für Gebäudeausrüstungen verlangt vor dem Düsseldorfer Landgericht fast zehn Millionen Euro für Arbeiten an dem Neubau, doch die Uniklinik hat sich mit Schadenersatzforderungen in Höhe von 27 Millionen Euro gegen das Unternehmen revanchiert.

Das OP-Zentrum stand - unter anderem wegen Problemen mit dem Brandschutz - jahrelang still, obwohl es bereits voll ausgestattet war. Nach Angaben des Bundes der Steuerzahler verschlang der Bau etwa 80 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant.

Bereits 2011 hatte die Baufirma die offizielle Abnahme ihrer Bauleistungen gefordert. Die war ihr verweigert worden: Die Gegenseite pochte auf Beseitigung von 7000 Mängeln. Das OP-Zentrum hat schließlich 180 Millionen Euro gekostet und ist Mitte 2014 in Betrieb gegangen - mindestens zwei Jahre später als geplant.

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