Robert B. soll Anleger um 15 Millionen Euro geprellt haben.

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B. wird aus einem Privathaus in Düsseldorf abgeführt.

B. wird aus einem Privathaus in Düsseldorf abgeführt.

Berger

B. wird aus einem Privathaus in Düsseldorf abgeführt.

Düsseldorf. Am Dienstag klickten im Düsseldorfer Stadtteil Unterbilk nahe der Königsallee die Handschellen: Seit dem Jahr 2007 wurde der Niederländer Robert B. mit Haftbefehl gesucht. Der 68-Jährige soll in über 500 Fällen von Kapitalanlagebetrug mehr als 15Millionen Euro ergaunert haben.

Zwischen 2002 und 2005 soll Robert B. bei Privatpersonen und Firmen in ganz Deutschland Geld eingetrieben haben. Laut Günther Feld, Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft in Köln, hausierte B. mit einem angeblich todsicheren Anlagetipp. Das investierte Vermögen sahen die Geprellten nie wieder.

Wie die Ermittler dem mutmaßlichen Betrüger jetzt auf die Schliche kamen, dazu schweigt sich die Staatsanwaltschaft aus. B. wurde in einer Wohnung an der Elisabethstraße festgenommen. Ob er schon länger in Düsseldorf untergetaucht war, ist ebenfalls unklar.

Düsseldorf ist eine Hochburg für Anlagebetrüger

Für die Düsseldorfer Polizei sind solche Betrugsfälle mit hoher Schadenssumme fast schon Tagesgeschäft. Über 44 Millionen Euro wurden insgesamt im vergangenen Jahr mit Vermögens- und Fälschungsdelikten erbeutet. "Eine reiche Stadt wie Düsseldorf zieht Betrüger an, die den schnellen Ertrag wittern", erklärt Polizeisprecher André Hartwich. "Gerade im Kapitalanlagebetrug ist hier viel los."

Der bislang schwerste Fall: Zwischen 1999 und 2003 täuschten mehrere Täter mit ihrer Firma "Aufina" einen Börsengang vor. Um insgesamt 44 Millionen Euro erleichterten sie ihre fast 6500 Anleger. 2006 wurden die Geschäftsführer verurteilt.

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