Die Modernisierung soll bis Herbst 2019 dauern und neun Millionen Euro kosten. Auch draußen tut sich was.

Bilk
Der Vorplatz der Arcaden soll ein Platz zum Verweilen werden – mit Grünflächen und Beleuchtung. Simulation: Düsseldorf Arcaden

Der Vorplatz der Arcaden soll ein Platz zum Verweilen werden – mit Grünflächen und Beleuchtung. Simulation: Düsseldorf Arcaden

Der Vorplatz der Arcaden soll ein Platz zum Verweilen werden – mit Grünflächen und Beleuchtung. Simulation: Düsseldorf Arcaden

Düsseldorf. Ein Zentrum für die Anwohner, ein Treffpunkt für die Besucher und ein Ort zum Verweilen – das wollen die Bilker Arcaden für ihren Stadtteil sein. Oder noch mehr werden. Deshalb planen die Verantwortlichen eine Modernisierung des Einkaufscenters. Warum ein Shoppingcenter auch Treffpunkt sein soll? In einer Zeit, in der immer mehr im Internet eingekauft wird, braucht es etwas, das so ein Ort des Einkaufens in der Realität dem im Internet voraus hat.

Schon seit 2008 gibt es das Einkaufszentrum am Bilker S-Bahnhof. Seitdem hat es sich – so Centermanager Dennis Stopa und Nadine Prasuhn, Marketingmanagerin – zu einem beliebten Treffpunkt für die Bilker entwickelt. Dennoch hat sich der Eigentümer, der Immobilienkonzern Hines, zum Umbau entschieden. Dieser begann schon 2015 mit dem Einrichten des großen Foodcourts im Obergeschoss und soll nun mit der Modernisierung abgeschlossen werden.

Dem geht eine größer angelegte Meinungsumfrage zum Einkaufszentrum voraus. Ein Ergebnis: Der Durchschnittskunde kommt an 5,2 Tagen pro Woche hierher. „Es gab Befragungen, Einzelinterviews und geführte Rundgänge, außerdem Diskussionsrunden, bei denen wir zusehen und -hören durften“, sagt Nadine Prasuhn. Daraus habe sich einiges ergeben, das nun umgesetzt werden soll. Aktuell sind die Maßnahmen noch in der Planungsphase – ab Januar soll es losgehen.

Für Kinder und Familien soll eine neue Spielecke gebaut werden

Zum Beispiel habe man festgestellt, dass vor allem junge Familien in der Umgebung leben und gerne in die Arcaden kommen, um ihre Einkäufe zu erledigen oder sich zu treffen. Hierfür soll eine neue Spielecke für Kinder entstehen. In der Simulation, die die Verantwortlichen dafür bereithalten, ist eine große Spielwiese zu sehen. Diese soll im Obergeschoss zusätzlich zur bereits vorhandenen im Untergeschoss entstehen.

Auch mit dem Einkaufsangebot will man den Familien entgegenkommen. Bald soll das französische Geschäft für Kindermode „Sergent Major“ einziehen. Auch die Verträge mit Denns-Biomarkt und dem Drogeriemarkt Müller seien Schritte in diese Richtung gewesen.

Viele der Geschäfte hätten bereits oder wollten noch ihre eigene Ladenfläche modernisieren. Für alles drumherum gibt es nun schon ein Konzept, das bis Herbst 2019 umgesetzt werden soll. Das Grundprinzip: grünes, urbanes Mosaik. Also - mehr Grünflächen und eine Gestaltung, die auf geometrische Formen und verschiedene Materialien setzt.

So soll zum Beispiel die Rolltreppe in Holz verkleidet werden, die Sitzbereiche sollen durch Pflanzen ergänzt werden. Als Material wird neben Holz auch Stein und Stoffe verwendet – alles brandsicher, versteht sich. Mit einem neuen Farbkonzept und neuen Tafeln soll auch die Orientierung erleichtert werden und das Eintreten in das Shoppingcenter schöner gestaltet werden. Optisches Highlight soll auch das neue Lichtkonzept mit passenden, geometrischen Leuchten in der Mitte des Gebäudes werden.

Auch vor dem Gebäude wird es Veränderungen geben. Von einer Mitte im Stadtteil und einem vibrierenden Platz spricht Marketingmanagerin Prasuhn. Es sollen mehr Sitzgelegenheiten entstehen, außerdem soll es auch auf dem Vorplatz mehr Grün geben - in Absprache mit der Stadt Düsseldorf, denn die Fläche vor den Arcaden ist nicht komplett Teil des Gebäudes, sondern auch öffentlich. Dort soll - wie bereits berichtet - auch das „Radhaus“ mit Platz für 120 Fahrräder entstehen.

Insgesamt hoffen die Verantwortlichen so noch mehr Kunden in die Bilker Arcaden locken zu können. „Wir sorgen dafür, dass sich die Leute wohlfühlen - für den Umsatz sind die Geschäfte selbst verantwortlich“, sagt Nadine Prasuhn. Auch während der Modernisierung sollen sich die Kunden wohlfühlen können. Der Hauptteil der Arbeiten soll außerhalb der Öffnungszeiten stattfinden.

© WhatsBroadcast

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