Letzter Vorhang für die Kultkneipe. Kabarettist kapituliert vor dem U-Bahnbau.

Manes Meckenstock konnte gestern trotzdem noch lächeln – obwohl es der letzte Abend in seinem „Haus der Freude“ in Bilk war.
Manes Meckenstock konnte gestern trotzdem noch lächeln – obwohl es der letzte Abend in seinem „Haus der Freude“ in Bilk war.

Manes Meckenstock konnte gestern trotzdem noch lächeln – obwohl es der letzte Abend in seinem „Haus der Freude“ in Bilk war.

Judith Michaelis

Manes Meckenstock konnte gestern trotzdem noch lächeln – obwohl es der letzte Abend in seinem „Haus der Freude“ in Bilk war.

Düsseldorf. Manes Meckenstock hat am Aschermittwoch nicht nur den auf seiner Bühne aufgebahrten Hoppeditz zu Grabe getragen. Auch von seinem "Haus der Freude", der Mischung aus Theater und Gastwirtschaft, musste er Abschied nehmen. Kurz vor Ende seiner launigen Trauerrede machte der als Kardinal verkleidete Kabarettist dann allen Gerüchten um den neuen Standort seines Lokals ein Ende.

Er übernehme weder das Tönnchen in Flingern noch die Rheinterrassen in Königswinter, stellte er klar. "Wir bleiben in Bilk, wir werden sogar befördert, nämlich nach Oberbilk." Manes übernimmt jetzt das Bootshaus und das Restaurant im Volksgarten, die beide lange Zeit leerstanden. Das Konzept vom "Haus der Freude" will er aber übernehmen. "Ich hoffe, zu Ostern eröffnen zu können."

Nach fünf Jahren in Bilk fällt ihm der Abschied zwar schwer, aber er ist auch Realist. "Vier weitere Jahre ohne Terrasse und Parkplätze hält einfach kein Gastronom aus", nennt Manes seine Gründe für die Flucht nach Oberbilk. Zu sehr hat ihm der U-Bahnbau nebst Baugrube vor seiner Haustüre zugesetzt. "Da ist schon mehr als ein riesengroßes weinendes Auge dabei", sagt er. Über eines dürfte er dennoch froh sein: Im Volksgarten wird garantiert keine U-Bahn gebaut.

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