200 Polizisten mussten den Kegelabend der Schausteller befrieden und wurden beleidigt.

Nach Streitigkeiten vor der Kegelbahn an der Graf-Recke-Straße kam es zu einer Massenschlägerei und einem Großeinsatz der Polizei.  Archiv
Nach Streitigkeiten vor der Kegelbahn an der Graf-Recke-Straße kam es zu einer Massenschlägerei und einem Großeinsatz der Polizei. Archiv

Nach Streitigkeiten vor der Kegelbahn an der Graf-Recke-Straße kam es zu einer Massenschlägerei und einem Großeinsatz der Polizei. Archiv

DY

Nach Streitigkeiten vor der Kegelbahn an der Graf-Recke-Straße kam es zu einer Massenschlägerei und einem Großeinsatz der Polizei. Archiv

Düsseldorf. Es war einer der größten Einsätze, den die Düsseldorfer Polizei im vergangenen Jahr hatte. Denn der Kegelabend der Düsseldorfer Schausteller in einer Halle an der Graf-Recke-Straße war völlig aus dem Ruder gelaufen. Nachdem zunächst zwei Personen ein Auto beschädigt hatten, entwickelte sich eine Massen-Schlägerei daraus. Am Ende waren 200 Beamte im Einsatz und umstellten die Kegelhalle. 20 Schausteller kamen ins Polizeigewahrsam. Am Mittwoch hatte der Kegelabend ein Nachspiel vor dem Amtsgericht.

Unter den Festgenommenen war auch Patrick L., Sprössling einer der ältesten Düsseldorfer Schausteller-Familien und Artist beim Circus Flic-Flac. Der 43-Jährige erhob nach dem Einsatz schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Er behauptete, im Polizeigewahrsam schwer misshandelt worden zu sein, obwohl er gar nichts gemacht habe. Gegen zwei Beamte wurde auch wegen Körperverletzung ermittelt. Wie Ralf Herrenbrück, Sprecher der Staatsanwaltschaft, erklärte, wurden die Verfahren bereits im Juni vergangenen Jahres eingestellt. Es habe auch niemand Beschwerde dagegen erhoben.

Angeklagter hatte Beamten als „Du Depp“ beschimpft

Was Patrick L. vorgeworfen wurde, war auch nicht gerade Schwerstkriminalität. Als „Du Depp“ soll er einen Polizisten im Eifer des Gefechts beschimpft haben. Gegen den Strafbefehl von 800 Euro hatte der Artist Beschwerde eingelegt. Am MIttwoch erschien allerdings nur sein Rechtsanwalt zur Verhandlung. Darum wurde Patrick L. in Abwesenheit dazu verurteilt, die Geldstrafe zu zahlen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer