Geschäft: Olaf Barken ist mit der Marke Düssel groß geworden. Jetzt vertreibt er unter dem Namen statt Altbier einen Schaumwein.

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Markendesigner Olaf Barken und sein Duessel-Sekt.

Markendesigner Olaf Barken und sein Duessel-Sekt.

Privat

Markendesigner Olaf Barken und sein Duessel-Sekt.

Düsseldorf. Jahrzehntelang war der Name Düssel jedem ein Begriff, der ein Altbier zu schätzen wusste. Die Traditionsbrauerei gibt es längst nicht mehr, die Marke ist jedoch nach wie vor sehr bekannt.

Das macht sich der Markendesigner und Weinbauer Olaf Barken aus Selfkant-Saeffelen (50 Kilometer westlich von Düsseldorf) zunutze. Im Herbst 2008 erhielt er die Freigabe für die Markenrechte vom Großkonzern Oetker. Bis auf das bekannte Bier darf er nun alle Arten von Getränken mit dem Markennamen Düssel anbieten. Zudem ist die Marke unter anderem für Küchengeräte, Glaswaren, Porzellan, Speiseeis, Mineralwasser, Energy-Getränke und Schaumwein geschützt.

Letzterer ist das erste Produkt des Unternehmers. Für den selbst kreierten Schaumwein brauchte er einen Namen. "Ich wollte eine bekannte Marke mit Tradition", sagt der gebürtige Wuppertaler, "und das Düssel kannte ich selbst aus meiner Jugendzeit."

"Duessel" ist auf der anderen Seite des Atlantiks bekannt

Um international verständlich zu bleiben, wählte er die Schreibweise "Duessel" für seine Produkte, da Umlaute im Ausland nicht verstanden werden. Fast 15000 Flaschen seines Sekts, den er "Duessel-Brut" (gesprochen "Brüt") getauft hat, lässt der Unternehmer jährlich reifen. Bis zu 60Monate lagern die Flaschen vor der Auslieferung. Der Schaumwein geht in die Schweiz, nach Italien, Russland und Kanada. In der näheren Umgebung ist er im Restaurant Mönchenwerth in Meerbusch-Büderich zu bekommen.

Mit der Familie Römer, welche die Haaner Felsenquelle in der Region vertreibt, plant er ein neues Luxus-Mineralwasser.

Neues Mineralwasser aus der Düssel-Quelle wird in Haan abgefüllt

"Duessel Aqua" soll es heißen und in lichtundurchlässigen, lilafarbenen Flaschen bis in die Arabischen Emirate verkauft werden. "Es hapert noch an der Abfüllung in die extravaganten Flaschen", sagt Geschäftsführerin Gabriele Römer. In zwei Monaten soll die Produktion beginnen. Das Wasser soll auch in Feinkostgeschäften und Parfümerien in Düsseldorf angeboten werden.

Weitere Pläne hat Barken in der Schublade. "Eigentlich bin ich Ernährungsberater", erklärt der gelernte Bäcker. "Darum soll eine neue Gewürzserie folgen, die ohne Geschmacksverstärker und chemische Zusätze auskommt."

Ein Düssel-Bier wird es von ihm aber nicht geben. "Die Rechte sind bei Oetker geblieben", sagt er, "außerdem können das andere in Düsseldorf besser als ich."

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