Der ART-Langstreckler hat sich eine Zeit von 2:17 Stunden vorgenommen. Kenianer Ndabiri ist der Favorit.

Innenstadt
Sebastian Reinwand (l.) und Andreas Straßner (r.) wollen Marathonläufer Julian Flügel (ART) am Sonntag zu einer Zeit von 2:17 Stunden führen.

Sebastian Reinwand (l.) und Andreas Straßner (r.) wollen Marathonläufer Julian Flügel (ART) am Sonntag zu einer Zeit von 2:17 Stunden führen.

B.F.

Sebastian Reinwand (l.) und Andreas Straßner (r.) wollen Marathonläufer Julian Flügel (ART) am Sonntag zu einer Zeit von 2:17 Stunden führen.

Düsseldorf. So viele deutsche Läufer wie diesmal konnte Athletenmanager Christoph Kopp für den Metro-Marathon am Sonntag (Start, 9 Uhr) bei der Präsentation der aussichtsreichsten Starter noch nie vorstellen. Gleich drei waren vom ART Düsseldorf. Julian Flügel, Starter beim Olympia-Marathon des Vorjahrs, nimmt erstmals die 42,2 Kilometer durch Düsseldorf unter seine schnellen Füße. Es ist sein siebter Marathon überhaupt.

Er erhofft sich für Düsseldorf eine Zeit von 2:17 Stunden. „Das ist machbar, ich hatte im Februar wegen einer Knieverletzung vier Wochen lang nicht trainieren können. Jetzt komme ich langsam wieder in Form,“ sagte der aus Fulda stammende Langstreckler, der seit Januar für den ART startet. In Sebastian Reinwand und Andreas Straßner hat er zwei Tempomacher vom ART an seiner Seite, die ihn bis zur 30-Kilometer-Marke in den „Schlepp“ nehmen sollen.

„Zu schön wäre es, wenn mir mal ein Negativ-Split gelänge“, sagt Flügel und hofft darauf, dass er in der zweiten Streckenhälfte schneller ist. Seine Bestzeit, mit der sich für Rio qualifiziert hatte, steht bei 2:13:57 Stunden. Sebastian Reinwand, der Kopf der ART-Läufer, stellt sich wie Andreas Straßner voll in die Dienste von Julian. „Wir wollen, dass er ein gutes Rennen liefert, und werden für das richtige Tempo sorgen“, sagte Reinwand, der sich wie Straßner sehr auf das Düsseldorfer Publikum freut.

Nikki Johnstone will seinen Lauf im Vorjahr vergessen machen

Vom ART kann natürlich auch der 32-jährige Nikki Johnstone nicht fehlen, der sich eine Zeit zum Ziel gesetzt hat, die etwas schneller als vor drei Jahren in London (2:36 Stunden) ist. „Ich habe in Düsseldorf noch was gut zu machen,“ sagt Johnstone und denkt mit Wehmut an seine Aufgabe vor zwei Jahren zurück, als ihm am Eisstadion an der Brehmstraße bei Kilometer 29 die letzten Kräfte verlassen hatten.

Athleten-Manager Christoph Kopp wünscht sich, „dass es am Sonntag in Düsseldorf wieder eine Siegerzeit unter 2:10 Stunden geben wird.“ Einen neuen Strecken-Rekord (2:07:49 Stunden) wie vor fünf Jahren streben wir nicht an“, kündigte Kopp an. Den hat schon Josphat Ndabiri mit 2:07:36 Stunden bei einem anderen Wettkampf bereits unterboten. „Ich verkünde hier keine Zeit, die ich laufen werde. Ich will lediglich das Rennen gewinnen,“ sagte der Kenianer, wohl wissend, dass das schwer genug wird, weil er mit seinem Landsmann Charles Cheruiyot (Bestzeit 2:09:05) und dem aus Eritrea stammenden Weldu Gebresadik (Norwegen/2:09:14 Std.) harte Konkurrenten hat. Bei den Frauen hat die ungewöhnlich große Japanerin Eri Okubo mit 2:26:08 Stunden die bislang schnellste Bestzeit: „Ich strebe 2:30 Stunden an und hoffe, dass es zum Sieg reicht.“ Die wohl härteste Gegnerin ist Carmen Martínez Aguilar (Paraguay), die eine Bestzeit von 2:36:01 Stunden hat.

Insgesamt sind am Sonntag über 16 000 Läufer unterwegs. Für die besten drei gibt es wieder die Olivenkränze vom Grab der Griechen in Marathon, die vor fast 2500 Jahren die Perser im Krieg besiegt hatten.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer