Der 56-Jährige steht seit Dienstag vor Gericht. Er schweigt zu den Vorwürfen.

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Ein 56-jähriger Mann steht in Düsseldorf vor Gericht, weil er seine Pflegetochter sexuell missbraucht haben soll.

Ein 56-jähriger Mann steht in Düsseldorf vor Gericht, weil er seine Pflegetochter sexuell missbraucht haben soll.

Peter Steffen

Ein 56-jähriger Mann steht in Düsseldorf vor Gericht, weil er seine Pflegetochter sexuell missbraucht haben soll.

Düsseldorf. Wenn die Pflegemutter abends in einem Supermarkt die leeren Regale auffüllte, soll für die kleine Karin (Name geändert) der Horror begonnen haben. Seit sie zehn Jahre alt war, soll ihr Pflegevater sie missbraucht haben, teilweise auf äußerst perverse Art. Seit Dienstag muss sich der 56-Jährige vor dem Landgericht verantworten.

2004 soll das Martyrium des Mädchens begonnen haben. Wenn Karin abends allein mit ihrem Pflegevater war, soll er sie dazu gezwungen haben, mit ihm Pornofilme anzusehen. Danach musste sie nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft teilweise Szenen nachspielen. Sogar im Wasserbett des Ehepaares soll das Kind missbraucht worden sein.

In einem Fall sei Karin dazu genötigt worden, mit dem 56-Jährigen „Domina-Spiele“ zu machen. Sie soll nur mit einem Slip bekleidet an einer Hundeleine durch die Wohnung geführt worden sein. Vier Jahre lang soll es immer wieder zu solchen Vorfällen gekommen sein. Insgesamt 30 Fälle sind Teil der Anklage.

2008 wurde schon wegen Vergewaltigung ermittelt

Bereits 2008 gab es ein Ermittlungsverfahren. Damals soll Karin behauptet haben, von einem unbekannten Mann im Wald vergewaltigt worden zu sein. Die Pflegemutter hatte Strafanzeige erstattet. Weil kein Täter ermittelt werden konnte, wurde das Verfahren eingestellt. Die Akte soll nun im Rahmen des Prozesses überprüft werden.

Der Pflegevater verweigerte am Dienstag die Aussage, will sich aber möglicherweise später zu den Vorwürfen äußern. Am Dienstag musste die inzwischen 21 Jahre alte Karin in den Zeugenstand. Ihre Aussage machte sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Sie soll allerdings am 12. Januar noch einmal gehört werden.

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