Die Täter umzingelten die Radfahrerin, drängten sie in einen kleinen Park und nahmen ihr Bargeld ab.

Polizeifahrzeug
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dpa

Düsseldorf. Vorweihnachtszeit auf der Königsallee, vor allem an den Nachmittagen wird es auf der Straße richtig voll. Kaum vorstellbar, dass an einem frühen Abend hier eine Frau von einer großen Gruppe von Männern ausgeraubt werden kann, ohne dass jemand etwas mitbekommt – geschweige denn: hilft.

Genau das ist aber am Montag gegen 17.45 Uhr passiert. Eine 40 Jahre alte Frau aus Düsseldorf war mit ihrem Fahrrad auf dem Radweg in Richtung Graf-Adolf-Straße unterwegs, als eine Gruppe von zehn bis zwölf Männern ihr den Weg blockierten.

Auf das Klingeln der Frau reagierten die Männer nicht. Sie musste anhalten und im nächsten Moment wurde sie umzingelt. Einige schubsten sie, dann wurde sie vom Rad gezogen und in den kleinen Park an der Ecke Graf-Adolf-Straße gedrängt. Die Männer nahmen ihre Geldbörse aus der Handtasche, holten das Geld heraus und warfen Tasche und Portemonnaie weg. Dann flohen sie.

Die Frau meldete sich dann in unversehrtem, aber völlig aufgelöstem Zustand bei der Polizei. Einzelne Personen konnte sie nicht beschreiben, aber sagen, dass einige der Täter Holländisch sprachen.

Kaum vorstellbar, dass niemand etwas mitbekommen hat

Die Polizei sucht nun nach Zeugen der Tat. Kaum vorstellbar ist, dass niemand etwas von der Tat mitbekommen hat. Die Frau hat nach eigener Aussage auch um Hilfe geschrien. Die Täter seien aber laut gewesen, möglicherweise seien die Rufe dadurch untergegangen.

Die WZ hörte sich am Mittwoch  in umliegenden Geschäften um – und überall hieß es: „Wir haben nichts mitbekommen.“ Der Eigentümer eines Brillenladens berichtete, er habe auch oft Diebe im Laden.

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