Die IG Königsallee baut Bogen nach Vorbild aus den 50ern – Sponsoren gaben 45.000 Euro.

Düsseldorf. Ein leuchtender Doppelbogen, wie ihn die meisten Düsseldorfer nur von Bildern vergangener Zeiten kennen dürften, wird ab Donnerstag die Kö-Brücke Steinstraße schmücken und die ohnehin schon beeindruckende Weihnachtsbeleuchtung der Königsallee um ein Highlight erweitern.

Nachdem nun bezüglich der Statik alle Zweifel beseitigt wurden, wird der Bogen mit einigen Tagen Verspätung endlich eingeweiht, ganz zur Freude von Peter Wienen, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Königsallee (IG Kö): „Durch die Unterstützung der Stadtwerke konnten alle Vorbereitungen getroffen werden, und am Donnerstag ist es dann endlich so weit.“ Der Lichtbogen sei eine Attraktion, die die Königsallee gut gebrauchen kann, da sie sich optisch in die traditionelle Weihnachtsbeleuchtung einreihe, so Wienen. Am morgigen Donnerstag um 17.30 Uhr werden die Lichterketten im Beisein von Oberbürgermeister Thomas Geisel erstmals eingeschaltet und somit der Weihnachtsmonat feierlich eingeleitet.

Die 40 Meter lange und 15 Meter hohe Lichtkonstruktion, die mit neuesten LED-Lichterketten beleuchtet wird, wurde dem historischen Original von 1953 nachempfunden. Damals wurden Lichtbögen wie dieser auf jeder Brücke errichtet, die über den Wassergraben der Einkaufsstraße führen. Seinerzeit waren die Bögen ein Zeichen der Hoffnung, denn die Stadt hatte nach dem Krieg zumindest äußerlich an Glanz verloren.

„Das Bild von 1953 zeigt die Königsallee und die Lichtbögen, wie sie damals errichtet wurden. Sie sollten acht Jahre nach dem Krieg der bekanntesten Straße der Stadt wieder Glanz verleihen“, sagt Peter Wienen. Er hofft, dass die neue Lichtattraktion von Dauer und Bedeutung sein wird, so wie es der weihnachtliche Baumschmuck seit vielen Jahren ist.

Wichtig sei der IG Kö auch, dass die neue Lichtinstallation nicht zu modern wirkt und zum Stil der Einkaufsstraße passt: „Der Dom soll klassisch und elegant wirken und zur Kö passen, deshalb ist er den Originalen aus den 50er Jahren nachempfunden“, so Wienen.

Bereits seit Mai dieses Jahres sind IG Kö und die Stadtwerke, die ihn in der Nacht zu Donnerstag errichten werden, mit der Planung für den Lichtdom beschäftigt. Die Kosten von jährlich 45 000 Euro werden von Sponsoren getragen. Für die Stadt entstehen keine zusätzlichen Kosten. Die IG Kö rechnet damit, dass der Bogen bis Ende Januar die Brücke Steinstraße schmücken wird.

Peter Wienen hofft, dass der historische Bogen Emotionen in den Düsseldorfern weckt: „Es gibt keine europäische Großstadt, die eine Einkaufsstraße wie die Kö hat. Die Natur und Schönheit dieser historischen Straße zu erhalten und zu pflegen ist von großer Bedeutung.“

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