„Kultur erleben, wo gelebt wird“ – so lautet das Motto des Salonfestivals. Aus diesem Anlass liest John von Düffel am 28. Januar in einem Privathaus in Willich aus seinem neuen Roman Klassenbuch. Jahrzehntelang war das Klassenbuch der Schrecken vieler Schüler. Ob Fehltage oder ungebührliches Benehmen während des Unterrichts, alles wurde in dem Buch vermerkt. John von Düffels neuer Roman trägt zwar den Titel „Klassenbuch“, hat dennoch wenig mit dem altmodischen DIN-A4-Buch von damals zu tun. Vielmehr folgt der Autor neun ganz unterschiedlichen Schülern an entscheidenden Punkten ihrer Entwicklung. Unter ihnen sind Hochbegabte und Schwänzer, Magersüchtige, Computernerds, Selbstdarsteller und Unsichtbare, deren Realität mit der digitalen Welt verschwimmt. Das Buch beginnt mit isolierten Perspektiven, die sich dann aber zu einem fein verästelten Gesamtgebilde wandeln. Ein Kaleidoskop detailscharfer Momentaufnahmen einer Lebensphase, die wie keine andere auf der Kippe zwischen Aufbruch und Absturz steht. (Foto: Jens Kalaene) Salonfestival. Am 28. Januar, um 16 Uhr. Tickets und konkrete Informationen zur Veranstaltung unter www.salonfestival.de

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