Ein benötigtes Ersatzteil wurde erst am Montag geliefert.

Ein benötigtes Ersatzteil wurde erst am Montag geliefert.
Andrea Grüll (v.l.), Katarina und Dana Mieron haben in ihren Wohnungen gefroren.

Andrea Grüll (v.l.), Katarina und Dana Mieron haben in ihren Wohnungen gefroren.

Ingo Lammert

Andrea Grüll (v.l.), Katarina und Dana Mieron haben in ihren Wohnungen gefroren.

Düsseldorf. Katarina Mieron ist schwer krank. Die junge Frau leidet an Morbus Crohn, einer schlimmen chronischen Darmerkrankung und sie muss künstlich ernährt werden. Bei einer Größe von 1,64 Meter wiegt sie nur noch 35 Kilogramm. Doch seit vergangener Woche Donnerstag lief nur noch kaltes Wasser durch die Leitungen und die Heizung funktionierte auch nicht mehr. Dabei ist sie dringend auf heißes Wasser angewiesen, denn der künstliche Darmausgang muss täglich gereinigt werden.

„Freitagmorgen habe ich das erste Mal bei der LEG-Hotline angerufen, über die Mitarbeiter dort wird unsere Anlage betreut. Immer wurde ich vertröstet. Der Notdienst und der Vermieter, die LEG, waren informiert und wollten den Schaden beheben, doch niemand ist am Wochenende gekommen“, berichtet die Frau. Und tatsächlich: Bei einem Testanruf landet man bei einem Call-Center in Mecklenburg-Vorpommern.

Die LEG bedauert den Vorfall und gelobt Besserung

Auch in den Nachbarhäusern rund um die Krefelder Straße in Heerdt hieß es am Wochenende: Kalt duschen! Nachbarin Andrea Grüll (47) lebt mit Tochter und Sohn in der Anlage: „Seit dem 4. Oktober 2016 müssen wir bei Problemen bei diesem Call-Center anrufen. Seitdem ist alles viel schlimmer geworden. Wenn wir Hilfe benötigen, dann dauert das immer sehr lange.“

Am Montag hat die LEG dann reagiert und den Schaden behoben. Katarina Mieron ist glücklich: „Es ist sehr unangenehm, wenn ich den künstlichen Darmausgang nicht ständig komplett reinigen kann. Für mich gelten besonders hohe Hygienestandards, damit es zu keinen Infektionen kommt.“

„Wir bedauern diesen Vorfall natürlich und es tut uns gerade wegen der jungen und kranken Frau leid. Vor allem die mangelnde Kommunikation wird von uns überprüft werden“, meint LEG-Sprecher Mischa Lenz. Denn die LEG hatte am Freitag bereits einen Monteur zu der Wohnanlage geschickt. Für die Reparatur wurde jedoch ein Ersatzteil benötigt, das allerdings erst bestellt werden musste. „Es entspricht nicht unseren Absprachen, dass den Mietern dies nicht am Telefon mitgeteilt wird.“

© WhatsBroadcast

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