Das Konzept des „Park Runs“ kommt aus England und findet in Düsseldorf Nachahmer. In Grüppchen geht’s durch drei Stadtparks.

Das Konzept des „Park Runs“ kommt aus England und findet in Düsseldorf Nachahmer. In Grüppchen geht’s durch drei Stadtparks.
Organisator Christian Tobias will den Trend aus England in Düsseldorf etablieren.

Organisator Christian Tobias will den Trend aus England in Düsseldorf etablieren.

Sergej Lepke

Organisator Christian Tobias will den Trend aus England in Düsseldorf etablieren.

Düsseldorf. In London ist es schon fast Kult, jetzt soll der „Park Run“ auch in Düsseldorf Sportler zum Laufen motivieren. Am kalten Sonntagmorgen haben acht Läufer den Weg in den Nordpark gefunden und sich um die gut sichtbare grün-weiße Fahne versammelt. An der imaginären Startlinie reihen sie sich auf – und laufen dann, auf ein Zeichen hin, gemeinsam los. Für einige ist es das erste Mal, andere kennen die Strecke schon und können deswegen in schnellerem Tempo voraus laufen.

Seit Mitte Januar, also gestern zum fünften Mal, treffen sich jedes Wochenende Gruppen, um zusammen fünf Kilometer durch verschiedene Düsseldorfer Parkanlagen zu laufen. „In England kommen zu solchen Treffen teilweise über 100 Menschen, die dann gemeinsam laufen. Wir stehen hier erst in den Startlöchern, wollen aber langfristig auch immer mehr Menschen erreichen und hoffen, dass sich die Idee des „Park Runs“ irgendwann verselbstständigt“, sagt Christian Tobias, Mitorganisator der Läufe. „Jeder kann mitmachen und in seinem Tempo laufen. Es geht bei uns nicht um Geschwindigkeit, sondern ums Laufen an sich.“

Momentan noch kleine Gruppen, bald sollen es mehr Läufer werden

Zurzeit werden in Düsseldorf drei Park Runs angeboten: Samstagmorgens im Hofgarten und Sonntagmorgens jeweils im Benrather Schlosspark sowie im Nordpark. Die Teilnehmer treffen sich immer um 10 Uhr. Ein vierter Park Run in Düsseldorf ist im Moment in Planung. Noch sind es kleine Gruppen, zwischen nur drei und 16 Teilnehmern, die an den Wochenenden dabei sind. Mit steigenden Temperaturen soll auch die Läuferzahl steigen.

Normalerweise bräuchten die Läufer zwischen 20 und 30 Minuten für die zwei Mal 2,5 Kilometer, sagt Christian Tobias. „ Es geht in erster Linie zwar nicht um Schnelligkeit, aber wir wollen trotzdem die Möglichkeit anbieten, den eigenen Fortschritt beobachten zu können.“ Deswegen wird die Zeit mit moderner Technik erfasst. Eine Anmeldung zu den Treffen ist nicht nötig, die Teilnahme ist unverbindlich und kostenlos. Wer jedoch seine Zeit messen möchte, sollte sich vorher über Facebook oder die Internetseite anmelden. Anfänger, Wiedereinsteiger und Marathonläufer sind gleichermaßen angesprochen. „Die fünf Kilometer sind eine Distanz, die fast jeder gut schaffen kann“, sagt Christian Tobias. Langfristig soll sich eine große Gemeinschaft bilden, die über Düsseldorf hinauswachsen soll. So wie in England, wo mittlerweile an über 400 verschiedenen Orten Park Runs stattfinden.

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