Massenkarambolage auf Düsseldorfer Rheinkniebrücke.

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Ein 58-jähriger Autofahrer raste auf der Rheinkniebrücke in ein Stauende – und in das Heck dieses Mercedes’, der auf die Schutzwand schleuderte.

Ein 58-jähriger Autofahrer raste auf der Rheinkniebrücke in ein Stauende – und in das Heck dieses Mercedes’, der auf die Schutzwand schleuderte.

Gehring

Ein 58-jähriger Autofahrer raste auf der Rheinkniebrücke in ein Stauende – und in das Heck dieses Mercedes’, der auf die Schutzwand schleuderte.

Düsseldorf. Den Polizisten auf der Düsseldorfer Rheinkniebrücke ist am Dienstagmorgen schnell klar: Dass es hier keine Schwerverletzten oder Toten gab, grenzt an ein Wunder. Im Berufsverkehr stoßen dort insgesamt sieben Autos zusammen, werden komplett zerstört. Ein Sachschaden von rund 150 000 Euro.

Die Fahrbahn stadtauswärts musste nach dem Unfall komplett gesperrt werden. Der Verkehr wurde unter anderem durch den Rheinufertunnel und über die Oberkasseler Brücke umgeleitet. „Der Tunnel war dadurch komplett dicht. Es ging nichts vor und nichts zurück“, so Hartwich. Auch auf der Graf-Adolf-Straße und im gesamten Stadtteil Bilk herrschte Verkehrschaos.

Stadteinwärts konnten die Pendler zumindest einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. „Aber das reicht bei tausenden Pendlern nicht“, erklärt der Polizeisprecher. Es kam zu einem 14 Kilometer langen Rückstau, der sich über die A 52 bis hinter das Kaarster Kreuz erstreckte. Die Bergungsarbeiten mit sieben Abschleppdiensten dauerten drei Stunden, um 10.25 Uhr war die Brücke frei.

Doch die beteiligten Autofahrer haben Glück im Unglück: Lediglich drei von ihnen erleiden leichte Verletzungen und können nach ambulanter Behandlung wieder nach Hause.

„Da schwebten mehrere Schutzengel bei Nieselregen über der Kniebrücke.“

André Hartwich, Polizeisprecher

Um 7.25 Uhr ist ein 58-Jähriger mit seinem VW Tiguan auf der Brücke unterwegs Richtung Innenstadt. An der Ausfahrt zum Düsseldorfer Landtag gibt es einen Rückstau. Fast ungebremst rast der Mann ins Stauende und den Mercedes-Kombi eines 43-jährigen Düsseldorfers. Durch die Wucht des Aufpralls schleudert der Mercedes zunächst gegen einen VW Golf, wird dann auf die mittlere Betonschutzwand katapultiert.

Umherfliegende Trümmer fallen auf die Gegenfahrbahn Richtung Kaarst, mehrere Autos dort müssen bremsen. Dadurch stoßen vier weitere Fahrzeuge zusammen. „Alle sieben Wagen sind Schrott“, sagt Polizeisprecher André Hartwich. Dass kein Mensch ernsthaft zu Schaden kam, sei unglaublich: „Da schwebten mehrere Schutzengel bei Nieselregen über der Kniebrücke.“

© WhatsBroadcast

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