Nachdem Olaf Lehne (CDU) der Stadt Geldverschwendung bei Unterkünften vorwarf, nennen die Grünen ihn „untragbar“.
Olaf Lehne ist mit seiner Kampfkandidatur gescheitert.

Olaf Lehne ist mit seiner Kampfkandidatur gescheitert.

Chaperon

Olaf Lehne ist mit seiner Kampfkandidatur gescheitert.

Düsseldorf/Mönchengladbach. Mit einer gescheiterten Überraschungs-Kandidatur hat der Düsseldorfer Vorsitzende des Roten Kreuzes, Olaf Lehne, bei der Landesvertreterversammlung der NRW-CDU versucht, seine Chancen bei der Landtagswahl 2017 zu verbessern. Lehnes Kampfkandidatur endete mit einer krachenden Niederlage: Lediglich 16,8 Prozent der Vertreter unterstützen ihn.

Lehne (Platz 102) kritisierte den Landesvorstand in einer etwas fahrigen Rede für das Aufstellungsverfahren und bewarb sich um Listenplatz 23, für den die Partei den Hauptgeschäftsführer der IHK Mittleres Ruhrgebiet, Helmut Diegel, vorgesehen hatte. Diegel (60) gehörte dem Landtag von 1985 bis 2005 an und zog sich zwischenzeitlich aus gesundheitlichen Gründen aus der Politik zurück. Als Regierungspräsident von Arnsberg ließ die rot-grüne Landesregierung in 2010 ihn ablösen. Die Vertreterversammlung bestätigte ihn mit 83,2 Prozent gegen Lehne.

Armin Laschet (den Lehne zuvor mit dem früheren NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke verwechselt hatte) wies den Düsseldorfer darauf hin, dass es der CDU-Bezirk Bergisches Land gewesen sei, der Lehne für einen der hinteren Plätze als 16. Kandidaten des Bezirks vorgeschlagen habe. Lehne, der dem Landtag von 2005 bis 2012 als direkt gewählter Vertreter des Wahlkreises Düsseldorf I. angehörte, beklagte, es fänden sich auf den vorderen Listenplätzen der CDU zu viele Kandidaten aus dem Ruhrgebiet.

Als aussichtsreichste Düsseldorfer CDU-Kandidatin bestätigte die Vertreterversammlung Angela Erwin auf Listenplatz 18. Mit einer Zustimmung von 90,8 Prozent erreichte sie in Mönchengladbach ein eher mittleres Ergebnis.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer