Das Laientheater der Komödienbühne Heerdt präsentiert seine neue Produktion.

Heerdt
Eine Szene aus dem Stück der Komödienbühne.

Eine Szene aus dem Stück der Komödienbühne.

Judith Michaelis

Eine Szene aus dem Stück der Komödienbühne.

Die rechte Bühnenhälfte ist in Weiß gehalten, an der Wand hängt ein Vorhang, daneben steht ein Tisch mit einem alten Stuhl und einem Hocker, das Ganze erinnert an ein Spa. Auf der anderen Bühnenseite findet sich eine Rezeption im Bauernstil, die braunen Wände erinnern an Fachwerk. So sieht das neue Bühnenbild für „Ein Doppelzimmer für Fünf!“ der Komödienbühne Heerdt aus. Die Komödie spielt in einem alten Bauernhof, der zu einer Wellnessoase ausgebaut wurde.

„Links haben wir den Bauernhof, rechts den Wellnessbereich“, sagt Karl-Heinz Stoffels, Bühnenleiter die KAB-Komödien-Bühne Heerdt an der Baldurstraße 24. „Im Moment spielen fünf Männer und fünf Frauen bei dem Stück mit. Sie sind alle Laien und machen das als Hobby“, sagt Karl-Heinz Stoffels. Das Stück wurde von Jasmin Leuthe geschrieben: Ein Mann ist aus der Psychiatrie geflohen. Er ist zwar nicht gefährlich, wechselt aber gerne seine Identität. So hat er sich unter fünf verschiedenen Identitäten in der Wellnessoase eingemietet. Die Ärztin Dr. Dr. Cäcilia Obertal sucht den Mann und kommt so in das Wellnesscenter. Dort trifft sie etwa auf den hauseigenen Hypnotiseur Meister Hoi. Sein Versuch, die Pensionschefin Helene zu hypnotisieren, nimmt eine unerwartete Wendung. Und sie trifft auf Oma Hilde mit ihrer Enkelin Wilma. Meister Hoi gibt Oma und Enkelin eine Chi-Gong-Stunde. Als der Meister sagt: „Hände auf den Po“, fassen beide dem Meister dorthin. Von ihrer spontanen Aktion selbst erschrocken, sagen beide im Chor: „Ach so“ und verziehen das Gesicht zu einem überraschten „Oh“.

In einer anderen Szene fragt Wilma ihre Oma, was sie da denn da trägt. „Den Rock hat mir Opa geschenkt, aber das war nicht alles, da waren auch noch Strapse dabei – die passen aber nicht mehr über meine Stützstrümpfe.“ Gags wie diese sind typisch für das Stück. Es lebt von der Begeisterung, mit denen die Laien spielen.

Renate Lutzenburg ist für die Kostüme verantwortlich, sie amüsiert sich sichtlich bei den Gags: „Das Stück wird ganz lustig.“ Man merkt den Schauspielern den Spaß am Spielen an – auch wenn an einigen Stellen noch Übungsbedarf besteht. So wird mehrfach der Einsatz verpasst. Und als die Schauspieler nicht mehr wissen, wer als nächstes mit seinem Text dran ist und andere ihre Stellen ohne die notwendigen Pausen abspulen, wird die Probe von Diskussionen unterbrochen.

Für die Premiere am Freitag, 20. Oktober, sind schon viele Karten verkauft. Vorverkauf im Bastel- und Modelleisenbahnladen „Ja-Ba-Mo“ am Nikolaus-Knopp-Platz 1. Ein Ticket kostet zehn Euro. Aufführungen: 20., 21., 27., 28. Oktober, 3./4. November, Beginn 19.30 Uhr; an den Sonntagen 22., 27. Oktober und 5. Novevember 15.30 Uhr.

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