Die Volksbühne stellt ihre neue Spielzeit vor und überrascht mit erweitertem Programm.

Stefan Jürging, Geschäftsführer der Volksbühne.  Archiv: Bernd Schaller
Stefan Jürging, Geschäftsführer der Volksbühne. Archiv: Bernd Schaller

Stefan Jürging, Geschäftsführer der Volksbühne. Archiv: Bernd Schaller

Stefan Jürging, Geschäftsführer der Volksbühne. Archiv: Bernd Schaller

Düsseldorf. Ob Theater – im subventionierten Schauspielhaus oder im privatfinanzierten Boulevard – Konzerte in Klassik oder Pop, Kräuterwanderungen, Führungen durch Moscheen und Synagogen und durch alte und neue Industriegebiete, aber auch Erkundungstouren in Sachen Fledermäuse: Breitgefächert ist das Angebot in der nächsten Saison der Düsseldorfer Volksbühne, der man vor einem Jahr einen zeitgemäßen Namen gab: „Kultur am Rhein“ heißt der Verein und spiegelt damit den sich stetig erweiterten Kulturbegriff.

Der findige Geschäftsführer Stefan Jürging, der neben einer flotteren Website und einem Facebook-Auftritt immer wieder neue Kulturfelder aufspürt, stellte am Sonntag sein prall gefülltes Programmheft von 150 Seiten für 2016/17 vor. 3500 Veranstaltungen in 90 Häusern, nicht nur in Düsseldorf, sondern in ganz NRW, von Dortmund bis Bonn, stehen auf dem Plan. Wer eine oder mehrere davon buchen möchte, kann ab sofort durch einen Mitgliedsbeitrag von sechs Euro pro Jahr günstigere Ticketpreise erzielen. „Unsere Preise sind stabil – bis auf die Oper, in der ab September die Karte um zwei Euro teurer wird“, freuen sich Vereins-Vorsitzender Joseph Kruse und Geschäftsvorstand Jörg Bickenbach. Beide sind ehrenamtlich tätig für die 1946 gegründete Besucher-Organisation, die mit 11 000 Mitgliedern immer noch die größte in NRW ist – und nach Stuttgart und Hamburg die drittgrößte der Republik.

Auf größere Resonanz hoffen sie künftig auch durch neu gestaffelte Abos von drei bis sieben Veranstaltungen. Trotz bundesweit sinkender Abonnentenzahlen – zurückzuführen auch auf die steigende Anzahl von Spontan-Buchungen in der jüngeren Generation – vermittelten sie in der zu Ende gehenden Saison immerhin 160 000 Karten. Die meisten gebucht in der Altersgruppe 40 bis 80, sie wollten in die Komödie und ins Theater an der Kö, aber auch ins Schauspielhaus. Dort war auch bei Volksbühnlern Ferdinand von Schirachs „Terror“ der Renner.

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