In einer neuen Reihe präsentieren Studenten und Wissenschaftler Klangbeispiele von Musik bis zu Kinogeräuschen.

Bei einer Perfomance im Salon des Amateurs demonstriert die Künstlerin Gaby Schaffner, wie aus Geräuschen Klangwelten werden.
Bei einer Perfomance im Salon des Amateurs demonstriert die Künstlerin Gaby Schaffner, wie aus Geräuschen Klangwelten werden.

Bei einer Perfomance im Salon des Amateurs demonstriert die Künstlerin Gaby Schaffner, wie aus Geräuschen Klangwelten werden.

Dirk Matejovski, Dozent am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Heine-Uni, leitet das Projekt „Resonanzräume“.

Uni, Bild 1 von 2

Bei einer Perfomance im Salon des Amateurs demonstriert die Künstlerin Gaby Schaffner, wie aus Geräuschen Klangwelten werden.

Düsseldorf. Von der Oper „Carmen“ über elektronische Musik bis hin zu Forschungen über okkultistische Tonbandaufzeichnungen von Stimmen aus dem Jenseits reicht die thematische Bandbreite einer neuen Veranstaltungsreihe, die das Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität ins Leben gerufen hat. In Zusammenarbeit mit Opernhaus, Kunsthalle und Robert-Schumann-Hochschule präsentieren Studenten, Musiker, Wissenschaftler und Dramaturgen die unterschiedlichsten Aspekte all dessen, was zu Ohren kommen kann.

Es gehe nicht nur um Musik im engeren Sinne, erklärt Dirk Matejovski, Dozent am Institut. „Alles, was schwingt und Dinge zum Widerschwingen bringt, ist Gegenstand der Betrachtungen.“

Die Klangbeispiele reichen von Musik bis zu Kinogeräuschen

Ansprechen solle die Reihe keineswegs nur Fachleute, sondern jeden, der an Grenzfragen zwischen Wissenschaft und Kultur interessiert sei. Dem Publikum werde weniger die graue Theorie vermittelt, vielmehr anhand von live gebotenen oder vom Tonträger abgespielten Klangbeispielen viele Höreindrücke geboten. Beispiel Tonstudio: „So ein Studio ist ja nicht nur ein Aufnahmeort, sondern Quelle zahlreicher Sounds“, betont Matejovski. Dem Publikum wird von den Studenten erklärt und vorgeführt wie alle erdenklichen Geräusche für Kinofilme produziert werden.

Einen besonderen Höhepunkt soll es morgen ab 12 Uhr im Salon des Amateurs in der Kunsthalle geben. Vom Mittag bis zum Abend gibt es Vorträge und Performances, die von Studenten vorbereitet worden sind. „An dem Tag stellen die Studenten ihre in Workshops und Seminaren erarbeiteten Forschungsergebnisse und sich selber vor“, sagt der Universitätsprofessor. Damit wolle man die Uni in die Stadt bringen, aber auch die kulturelle Bedeutung etwa der Oper, die nach Meinung von Matejovski zu Unrecht als elitär gilt, herausstellen. Besondere Beachtung verdiene auch die anschließende Party mit DJ Kamilo. Der Student beschäftige sich mit der Düsseldorfer Band Kraftwerk und hat hörenswerte Samples von den Stücken zusammengestellt.

Der erste Schwung an Veranstaltungen endet am 29. Februar. „Wir werden uns aber um eine Folgefinanzierung beim Rektorat bemühen“, sagt Matejovski. Geplant seien Vorträge und Konzerte bis ins Jahr 2013.

Morgen ab 12 Uhr stellen Studenten ihre Forschungsergebnisse vor, begleitet von zahlreichen Performances, anschließend Party mit DJ Kamilo

Am 9. Februar stellt die Künstlerin Danja Mathari mit ihrer Band „Danja Atari“ Sounds vor, die sie auf Reisen quer durch Europa aufgenommen hat.

Die Veranstaltungen finden im Salon des Amateurs in der Kunsthalle statt, kosten zwei Euro Eintritt und beginnen um 20.30 Uhr. Beim morgigen Vortragstag ist der Eintritt kostenlos.
 

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