Erstmals überwachten private Sicherheitsleute den Eingang am Eiskellerberg.

Schon am Samstagmittag drängelten sich die Neugierigen in der Grünfeld-Klasse und bewunderten die Objekte.
Schon am Samstagmittag drängelten sich die Neugierigen in der Grünfeld-Klasse und bewunderten die Objekte.

Schon am Samstagmittag drängelten sich die Neugierigen in der Grünfeld-Klasse und bewunderten die Objekte.

Stefan Arend

Schon am Samstagmittag drängelten sich die Neugierigen in der Grünfeld-Klasse und bewunderten die Objekte.

Düsseldorf. Der Andrang auf die Werke der 470 Studenten der Kunstakademie ist ungebrochen: Allein am Samstag kamen 10.000 Gäste zum Rundgang. Auch wenn die offiziellen Zahlen noch nicht vorliegen, so gehen die Schätzungen diesmal sogar von weit mehr als 30.000 Kunstgängern insgesamt aus.

Das wäre ein neuer Rekord. Nicht nur aus Düsseldorf, sondern aus dem gesamten Rheinland kamen die Neugierigen - die Parkhäuser in der Umgebung waren sofort belegt. Der Ordnungsdienst verteilte jede Menge Knöllchen.

Erstmals schaltete die Akademie einen Sicherheitsdienst ein, der den Eingang am Eiskellerberg bewachte. Das war notwendig, weil wenige Stunden vor der Eröffnung Jacken und Taschen als gestohlen gemeldet wurden. Auch an den Kunstwerken gab es Schäden: Ein Foto von Jonas Gerhard wurde derart besprayt, dass es irreparabel ist. Ein kostbar geschmirgelter und lackierter Hocker von Philipp Seibel wurde ebenfalls demoliert.

Die Schlüssel zur Doig-Klasse bleiben unauffindbar

Ausgerechnet in der beliebten Doig-Klasse waren die Schlüssel für Raum 301 am Wochenende unauffindbar - er blieb dicht. In den übrigen Klassen herrschte umso mehr Betrieb. In Raum113 produzierten die jungen Leute nicht nur Kunst, sondern 500 Waffeln täglich, die ihnen aus den Händen gerissen wurden.

Wie immer machten die Jung-Künstler auch Geschäfte. Soya Arakawa, japanischer Gaststudent bei Rita McBride, gefiel sich darin, seine Bilder als "schlecht gemalte Werke" anzupreisen. Er verkaufte immerhin 30 allein am Samstag.

Die Akademie wurde 1773 von Kurfürst Carl Theodor gegründet, 1819 wurde sie Königliche Kunstakademie. Heute ist sie eine Einrichtung des Landes NRW.

Einige Studenten wirkten heiser von all den Erklärungen, die sie dem Publikum liefern mussten. Doch das taten sie gerne, jede Frage sei doch ein Gewinn. Total übermüdet waren am Ende vor allem die Kellner und Köche aus der Mensa: Sie hatten ab sechs Uhr Grünkohl gekocht, denn der Rundgang machte nicht nur neugierig, sondern auch hungrig.

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