Die Kinder-Konzerte in der Tonhalle sind ein Riesenerfolg.

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Nimmt Kinder als Zuhörer ernst: Konzertpädagogin Stephanie Riemenschneider.

Nimmt Kinder als Zuhörer ernst: Konzertpädagogin Stephanie Riemenschneider.

S. Fern

Nimmt Kinder als Zuhörer ernst: Konzertpädagogin Stephanie Riemenschneider.

Düsseldorf. Die Konzerte der Reihe "Milchstraße" für Kinder im Alter von 0 bis 13 Jahren sind oft schon Monate im Voraus ausverkauft und das Kontingent an Restlkarten ruckzuck vergriffen. Das Angebot ist ein Riesenerfolg und Intendant Michael Becker stolz darauf, dass die Tonhalle als "das jüngste Konzerthaus Deutschlands" gilt.

Großen Anteil an diesem Erfolg hat Konzertpädagogin Stephanie Riemenschneider, die mit ihrem Team verantwortlich für die Programmauswahl und Gestaltung der Konzerte ist. "Man kann innerhalb der Musikvermittlung tatsächlich momentan von einem ,Boom’ sprechen. Das liegt auch daran, dass die Künstler immer mehr verstehen, dass sie nicht nur für sich, sondern für ihr Publikum spielen müssen. Und das sind eben auch die Kinder", erklärt sie. Ein Ziel sei daher, stets mit einem hohen künstlerischen Niveau aufzuwarten und Kinder als Zuhörer ernst zu nehmen.

"Was ich wirklich gar nicht mag, ist der Ansatz, die Kinder als Publikum von morgen zu sehen. Nein, sie sind das Publikum von heute", sagt Stephanie Riemenschneider leidenschaftlich. "Ein Angebot für sie zu schaffen, ist unser ureigenster Programmauftrag."

Die Düsseldorfer Symphoniker wechseln sich ab mit Gast-Ensembles

Riemenschneider und ihr Team erarbeiten die Programme gemeinsam mit den Musikern der Düsseldorfer Symphoniker und wechselnden Gast-Ensembles. Die Kinder werden in verschiedenen Altersgruppen je nach Entwicklungsstand angesprochen. Das beginnt bei der Reihe "Himmelblau" für die Allerkleinsten von 0bis zweiJahren, wo erste musikalische und visuelle Anregungen gegeben werden, und geht über "Sterntaler" und "Ohrenmaus" bis zu den Familienkonzerten "Sternschnuppen", wo schon komplexere musikalische Inhalte vermittelt werden.

"Dabei bitten wir die Ensembles, mit denen wir zusammenarbeiten, Stücke möglichst speziell für die Tonhalle zu entwickeln", erklärt Riemenschneider. Bei den Familienkonzerten sei es wichtig, jüngere Geschwisterkinder mit den Inhalten nicht zu überfordern, die älteren aber auch nicht zu langweilen.

Das Erleben von Musik soll den Kindern vor allem Spaß machen

Kinder ab 11 Jahren bekommen bei den "Juniorsternzeichen" erste Einblicke in die große Welt der Symphoniekonzerte. Gemeinsam mit ihren Eltern erhalten sie im ersten Teil eines Abends eine Konzerteinführung, bevor sie in der zweiten Hälfte ein "echtes" Konzert mit den Düsseldorfer Symphonikern hören.

Stephanie Riemenschneider weiß, dass man Kinder nicht auf klassische Musik "trainieren" kann: "Wichtig ist es, nicht zu pädagogisieren. Das Erleben von Musik soll den Kindern in erster Linie einfach Spaß machen."

© WhatsBroadcast

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