Leistungsschau der Theatermuseen.

Gustaf Gründgens in der Rolle des Hamlet.
Gustaf Gründgens in der Rolle des Hamlet.

Gustaf Gründgens in der Rolle des Hamlet.

Theatermuseum

Gustaf Gründgens in der Rolle des Hamlet.

Düsseldorf. Die berühmte Hamlet-Frage nach dem Sein oder Nichtsein ließe sich auch angesichts einer geplanten Ausstellung formulieren, denn obwohl seit kurzem ein reges europaweites Austauschprojekt rund um William Shakespeares "Hamlet" stattfindet, regen sich die Aktionen vor allem hinter den Kulissen. Im Jahr 2012 soll das Projekt aber so weit gediehen sein, dass in Düsseldorf eine große Schau zu sehen sein wird.

Unter dem Titel "Hamlet. Europe. Transfer" startet nun das Forschungs- und Ausstellungsprojekt, dessen Koordination das Düsseldorfer Theatermuseum übernimmt. Ein internationales Programm von Aufführungen, Tagungen und Workshops für Fachwissenschaftler, Theaterleute und Theaterbegeisterte begleitet das Projekt. Im Zentrum steht eine Ausstellung, die als "Leistungsschau" der Theatermuseen der Welt das Thema "Hamlet" illustriert. Doch Letzteres ist ja noch Zukunftsmusik.

Es geht vornehmlich um einen internationalen Austausch über die verschiedenen Hamlet-Fassungen sowie um die historische dänische Vorlage "Amlethus", die der mittelalterliche dänische Dichter Saxo Grammaticus um das Jahr 1200 auf Latein verfasste.

Seit Freitag findet zu diesem Themenkomplex eine englischsprachige Auftaktkonferenz unter dem Titel "Hamlet-Transfer. Theaterästhetik, Sprache, Politik" im Theatermuseum statt. Gäste aus Wissenschaft und Politik sind eingeladen "Die Transferprozesse sollen deutlich machen, wie sich Hamlet durch die Räume und Zeiten bewegt, von London aus durch Europa nach Japan und China sowie Amerika", sagt Winrich Meiszies, Leiter des Theatermuseums und Initiator des internationalen Projekts.

EU-Mittel sind für das europäische Projekt zugesagt worden. 200000 Euro seien durch Sponsoren zusammengekommen, sagt Meiszies, nun hoffe man auf den gleichen Förderbetrag von der EU. "Ich freue mich über das Engagement und darüber, dass wir ohne Steuergelder auskommen können."

An dem Hamlet-Transfer beteiligen sich Forschungs-, Lehr- und Dokumentationseinrichtungen für darstellende Künste (Theater, Film), für Sprache, Literatur und Kultur, einzelne Theater mit einer besonderen Hamlettradition, sowie internationale und nationale Theaterverbände. Dazu zählen das Theatermuseum Kopenhagen, das Londoner Globe-Theater, die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft sowie die Unis Düsseldorf, Hagen, Leipzig und Paris (Sorbonne).

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer