Das Spektakel „Temps d’images“ führt bildende Kunst und Tanz zusammen. Start ist am 11. Januar.

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Jongleur und Informatiker Adrien Mondot eröffnet das Festival am 11. Januar.

Jongleur und Informatiker Adrien Mondot eröffnet das Festival am 11. Januar.

Adrien Mondot

Jongleur und Informatiker Adrien Mondot eröffnet das Festival am 11. Januar.

Düsseldorf. Eine Dekade hat es gedauert, bis sich der Trend durchsetzte: Tanz und bildende Kunst verbinden sich zu einer Einheit, die ihrerseits einen bühnenreifen Ausdruck findet. Wie das aussieht, wie sich das anhört und anfühlt wird ab der nächsten Woche beim Festival „Temps d’images“ demonstriert.

Dort treffen sich Medienkünstler, Zirkusleute, Videofilmer, schräge Performer und natürlich Tänzer aus ganz Europa, um ihre Arbeiten – Uraufführungen und Premieren – vorzustellen.

„Temps d’images“ findet bereits zum sechsten Mal und immer im Tanzhaus NRW statt. Dessen künstlerischer Kopf Stefan Schwarz ist gleichzeitig Leiter des Festivals. „Anfangs wurden Filme und Videos etwa zu Tanzszenen eingespielt und waren nur Beiwerk“, erinnert er sich. „Heute greifen die Medienkünstler aktiv ein.“

Inszenierung wird von den Besuchern bestimmt

Explizit habe man diesmal Düsseldorfer Installations- und Medienkünstler eingeladen, darunter die Raumzeitpiraten Tobias Daemgen und Moritz Ellerich, Andreas Korte, der auch in der Julia Stoschek Collection ausstellt, sowie G.M. Wittmann, der an der Kunstakademie lehrt.

Eröffnet wird das Festival am Dienstag, 11. Januar, von der Compagnie Adrien M., die die deutsche Erstaufführung des Stücks „Cinématique“ präsentiert. Compagnie-Chef Adrien Mondot ist ausgebildeter Jongleur und Informatiker, ihm sind somit Zirkus- und virtuelle Welt gleichermaßen vertraut, seine Kenntnisse und Erfahrungen nutzt er künstlerisch für die Inszenierung.

Ort: „Temps d’images“ findet in der Zeit vom 11. bis 22. Januar im Tanzhaus NRW, Erkrather Straße 30, statt. Der Leiter des Festivals ist Stefan Schwarz.

Karten/Programm: Unter Telefon 17 270-0 oder im Internet: www.tanzhaus-nrw.de

Vor einer nordischen Winterlandschaft breiten in „Glima“ italienische Medienkünstler und isländische Performer die komplexen Beziehungen zwischen Mann und Frau aus. Dazu sind die beiden Tänzer mit einem sechs Meter langen Lederband verbunden. „Ein ästhetisches, düster-schönes Highlight“, sagt Schwarz. Zu sehen am 13. Januar.

Vom Zuschauer zum Mitwirkenden wird der Besucher beim Besuch von „Express Fight Club“ (14. bis 16. Januar). Er macht das Stück erst zur Inszenierung. Deswegen ist eine Anmeldung notwendig unter Telefon 17 270-0.

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