Geigerin Anne Akiko Meyers gastiert mit spätromantischem Werk von Samuel Barber.

konzert
Anne Akiko Meyers debütierte bereits als Elfjährige beim Los Angeles Philharmonic Orchestra.

Anne Akiko Meyers debütierte bereits als Elfjährige beim Los Angeles Philharmonic Orchestra.

Tonhalle

Anne Akiko Meyers debütierte bereits als Elfjährige beim Los Angeles Philharmonic Orchestra.

Düsseldorf. Hierzulande ist sie noch nicht so bekannt, die aus Kalifornien stammende Geigerin Anne Akiko Meyers. Doch in den Vereinigten Staaten genießt die 40-Jährige schon lange hohes Ansehen. Bereits elfjährig debütierte sie beim weltbekannten Los Angeles Philharmonic Orchestra. Und mit 18 veröffentlichte sie ihre Debüt-CD mit dem Violinkonzert von Samuel Barber (1910-1981), begleitet von dem nicht minder berühmten Royal Philharmonic Orchestra London.

Mit eben diesem spätromantischen Werk des mittleren 20. Jahrhunderts gastiert sie nun bei den Düsseldorfer Symphonikern in der Tonhalle. Gastdirigent ist der gebürtige Texaner John Neal Axelrod.

Geigerin bedankt sich mit Gershwins „Summertime“

Anne Akiko Meyers verfügt über eine glänzende Spieltechnik, makellose Intonation und einen ausgeprägten Sinn für Klangschönheit. Solche Qualitäten verhelfen gerade einem so einschmeichelnden, wenn auch nicht unbedingt sehr tiefsinnigen Konzert wie dem von Samuel Barber zu Streicheleinheiten fürs Gehör. Die ersten beiden Sätze sind reine Entspannung. Aber im Finale geht es unermüdlich virtuos zur Sache. Die schnellen, gezackten Tonverläufe verlangen Flexibilität und Kondition. Auch hier zeigt sich die Geigerin gut gerüstet und brilliert mit leicht anspringender Attacke. Für den Beifallsjubel bedankte sie sich Freitagabend mit Gershwins „Summertime“.

Und darin, nämlich Gershwin zu spielen, vermag die Amerikanerin den Düsseldorfer Symphonikern noch eine kleine Lektion zu erteilen: Der Abend begann bemüht schwungvoll mit Gershwins „Cuban Ouverture“. Man spielte sie wie einen an der kubanischen Küste gestrandeten und desorientierten Gustav Mahler, der – für Amüsements nicht aufgelegt – in eine Horde Tanzwütiger geriet.

Ansonsten hatte das Orchester einen guten Abend. Sowohl der Begleitpart des Barber-Konzerts gelang trefflich, und Erich Wolfgang Korngolds Filmmusik zu „Der Herr der sieben Meere“ strahlte nun all die herrliche Farbigkeit aus.

Axelrod kitzelte aus dem Orchester immer mehr rhythmische Finessen heraus, was auch schließlich den „Symphonischen Tänzen“ Sergej Rachmaninows sehr zugute kam.

Das Konzert wird noch einmal am Montag, 17. Januar, gespielt: 20 Uhr, Tonhalle. Karten unter Tel. 899 61 23.

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