„Rock the Ballett“ vermischt Popmusik mit klassischem Ballett.

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Rasta Thomas mag Ballett zu Musik, die Spaß macht.

Rasta Thomas mag Ballett zu Musik, die Spaß macht.

E. Patino

Rasta Thomas mag Ballett zu Musik, die Spaß macht.

Düsseldorf. Sprünge, Spitzentanz und Pirouetten zu Musik von U2 - passt das überhaupt? Bei Rasta Thomas schon. Der junge Amerikaner kreiert "Ballett für das 21.Jahrhundert" und lässt seine Amazing Boys of Dance auf der Bühne mächtig wirbeln. Die US-Tanztruppe mixt Techniken des klassischen Balletts, nimmt etwas Modern Dance, Hip-Hop, Stepptanz, Jazz und Akrobatik hinzu, unterlegt mit rockigem Musikteppich, der Songs von U2, Michael Jackson, Coldplay, Queen und Lenny Kravitz verwebt und ergänzt den optischen Effekt durch knallbunte, mal abstrakte, mal konkrete Projektionen.

Fertig ist die Tanzshow "Rock the Ballett", die keinerlei inhaltlichen Ballast mit sich herumschleppt, einfach nur Spaß vermitteln will und damit das Publikum von den Stühlen reißt. Und das ist zumeist weiblich, wie auch Rasta Thomas begeistert berichtet. Kein Wunder, den sechs athletischen Tänzern schaut man gerne zu. Nur eine Frau tritt gemeinsam mit ihnen auf: Adrienne Canterna-Thomas, die Frau des Ensemble-Leiters, die sich auch die meisten Choreografien ausgedacht hat.

Sie beherrscht gleichermaßen perfekt wie die anderen Tänzer die verschiedenen Techniken, die auf die harte klassische Ausbildung in den USA hindeuten. Doch von der strengen Disziplin wollten sie weg. "Warum nicht zu Musik tanzen, die wir auch privat gerne hören", sagte sich Rasta Thomas und legte gemeinsam mit seiner Frau, die er bereits mit neun Jahren in einer Tanzschule kennen lernte, erste Tanzschritte für ihren eigenen Ansatz fest: Schwanensee trifft Moonwalk. Das Pop-Ballett war geboren.

Tanzen bis an die Schmerzgrenze

Dass die jetzige Show so viele Songs des verstorbenen Michael Jackson beinhaltet, ist reiner Zufall: "Die hatten wir schon vergangenes Jahr ausgesucht", sagt der 28-jährige Kalifornier. Während im ersten Teil der Show noch versucht wird, eine zarte Liebesgeschichte zu erzählen, huldigt der zweite Teil der MTV-Ästhetik.

18 Songs werden wild aneinandergeschnitten. Die Truppe zappt sich von "We will rock you" über "Billy Jean" bis zu "Bad", springt, hüpft und wirbelt immer absolut perfekt bis zur Schmerzgrenze. Und wenn bei "I’m too sexy for my love" auch noch die Hüllen (zumindest die T-Shirts) der Jungs fallen, gibt es im Publikum kein Halten mehr.

Der Erfolg hat die Amazing Boys of Dance überrollt. Nach ihrem Gastspiel vergangenes Jahr in Hamburg rocken sie derzeit die Schweiz, bevor sie im Frühjahr wieder nach Deutschland kommen. Im Düsseldorfer Capitol Theater erleben sie im Februar ihre NRW-Premiere.

"Rock the Ballett": 3. bis 14. Februar, Capitol Theater Düsseldorf, mi-sa 20 Uhr, so 19 Uhr, Infos und Tickets unter Tel. 0211/73440.

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