Theatermacher wollen Düsseldorfer Schauspielhaus führen.

Schauspiel
Honke Rambow gehört zu den künstlerischen Leitern des freien Bochumer Theaters Rottstraße 5, die sich auch die Intendanz in Düsseldorf zutrauen.

Honke Rambow gehört zu den künstlerischen Leitern des freien Bochumer Theaters Rottstraße 5, die sich auch die Intendanz in Düsseldorf zutrauen.

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Honke Rambow gehört zu den künstlerischen Leitern des freien Bochumer Theaters Rottstraße 5, die sich auch die Intendanz in Düsseldorf zutrauen.

Düsseldorf. Es ist der zweite Versuch: Als Wim Wenders 2011 in Bayreuth hinschmiss, hat sich das Bochumer Theater Rottstraße 5 darum beworben, den Jubiläums-„Ring“ auf dem Grünen Hügel zu inszenieren. Katharina Wagner antwortete nicht. Jetzt ist Düsseldorf dran. Nach dem Rücktritt von Staffan Holm wollen die selbstbewussten Theatermacher mit der 40-Plätze-Hinterhof-Bühne „auch kurzfristig“ die Leitung des Schauspielhauses übernehmen. Schriftlich haben sie sich bei Oberbürgermeister Dirk Elbers und Kulturdezernent Hans-Georg Lohe um die Intendanz beworben.

Theatermacher wollen Künstler und Modedesigner einbeziehen

„Man muss in Düsseldorf mehr Sensation, Glitzer und Glamour bieten“, beschreibt Honke Rambow das Konzept, mit dem sie das Schauspielhaus aus der Krise holen wollen. „Das funktioniert eben nicht, wie Holm dachte, über die internationale Ausrichtung.“ Stattdessen sei eine größere Nähe zum Publikum wichtig. Das bedeute, Düsseldorf als Kunst- und Modestadt ins Theater zu bringen. Rambow schlägt vor, Modedesigner oder Bildende Künstler in die Produktionen einzubeziehen. Ab sofort stehe das dreiköpfige Team aus Bochum für diese Aufgabe bereit. „Wir könnten etwa unsere Mediensatire ,Wow, Toll – Heidi und die Chicas’ im Großen Haus zeigen“, schlägt Rambow vor. Mit „Das Bildnis des Dorian Gray“ bringe das Theater Rottstraße 5 im März ein Stück heraus, das Kunst-Interessierte in Düsseldorf begeistern werde.

„Es ist uns ein echtes Anliegen unter Beweis zu stellen, dass in Düsseldorf erfolgreiches Theater möglich ist. Ein Revuetheater will hier niemand.“ Für 2013/2014 könnten sie einen Spielplan extra für Düsseldorf erarbeiten.

Von Seiten der Stadt habe man den Bewerbungseingang zwar bestätigt, zu Gesprächen sei es bisher noch nicht gekommen, gibt Rambow zu. „Wir wissen, das wäre eine absolut waghalsige Entscheidung. Aber im Theaterbereich werden solche Entscheidungen immer wieder getroffen.“ Am Selbstvertrauen der Bochumer werde es nicht scheitern. „Wenn Düsseldorf sich darauf einlässt, dann machen wir das.“

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