Die Düsseldorfer Autorin schreibt unter ihrem Namen und unter zwei Pseudonymen ihre Krimis – und ist damit sehr erfolgreich.

Sabine Klewe lässt sich gerne bei einem guten Kaffee zu ihren Büchern inspirieren.  Archiv
Sabine Klewe lässt sich gerne bei einem guten Kaffee zu ihren Büchern inspirieren. Archiv

Sabine Klewe lässt sich gerne bei einem guten Kaffee zu ihren Büchern inspirieren. Archiv

Bernd Nanninga

Sabine Klewe lässt sich gerne bei einem guten Kaffee zu ihren Büchern inspirieren. Archiv

Düsseldorf. Diese Autorin hat viele Namen. Mal steht auf den Covern ihrer Bücher Karen Sander. Auf anderen wiederum Sabine Martin. Ihr richtiger Name ist Sabine Klewe. Auch unter diesem veröffentlicht sie ihre Bücher – und gehört damit zu den erfolgreichsten Düsseldorfer Autoren. In die Schublade „Regiokrimi“ möchte sie nicht gesteckt werden: „Dieses Label passt nicht zu meinen Romanen, es ist mir zu eng. Meine Geschichten kann man überall in Deutschland verstehen.“

Sabine Klewe, in Bilk geboren und aufgewachsen, zeigt sich alles andere als eingegrenzt. Facettenreich und voller Ideen ist die Autorin, die in London studiert und mit ihren Söhnen dort gelebt hat. So voller Einfälle, dass sie gleich an mehreren Reihen um Hobbyschnüffler und Ermittlerteams gleichzeitig schreibt.

Besonders am Herzen liegt Klewe Katrin Sandmann. Die Düsseldorfer Fotografin gerät durch ihre Neugier als Amateurdetektivin immer wieder in prekäre Fälle hinein. Im fünften und aktuellsten Buch der Reihe, „Schwanenlied“, verschlägt es Sandmann in die Eifel, wo ihr Lebensgefährte ein Haus erbt. Dort angekommen, stolpern die beiden glatt über eine Mumie, die offensichtlich seit vielen Jahren in einem geheimen Raum des Hauses gelegen hat. Natürlich kann Sandmann die Füße nicht still halten und ermittelt, was ihr fast zum Verhängnis wird.

Wer Sabine Klewe kennt, weiß, wie sie aussieht, der sollte bei seinem nächsten Besuch in den Bilker Cafés mal ausschau nach ihr halten. Denn dort schreibt die 47-Jährige am liebsten an ihren Büchern. „Ich lasse mich dort einfach gerne für meine Charaktere und Geschichten inspirieren. Acht Stunden an meinem Schreibtisch sitzen, das könnte ich nicht. Da hätte ich ja gleich bei einer Versicherung anfangen können“, erzählt sie und lacht.

In einem dieser Bilker Cafés ist dann auch ein großer Teil von „Schwesterlein komm stirb mit mir“ rund um Hauptfigur Liz Montario entstanden. Die Psychologin und Profilerin wird von der Polizei gebeten, ihr bei der Jagd nach einem Serienmörder zu helfen. Doch da ahnt noch niemand, wie persönlich der Fall für die junge Frau noch werden wird. Unter dem Pseudonym Karen Sander hat Klewe das Buch veröffentlicht, das wieder in Düsseldorf spielt. „Meine Geschichten spielen überwiegend in Düsseldorf, weil ich hier lebe und die Stadt sehr gut kenne“, erklärt sie.

Der zweite Band der Reihe rund um Kommissarin Lydia Louis trägt den Titel Die weißen Schatten der Nacht, Sabine Klewe, Goldmann, 352 Seiten, 8,99 Euro.

Der fünfte Teil der Reihe um die Amateurdetektivin Katrin Sandmann ist unter dem Titel Schwanenlied erschienen, Sabine Klewe, Gmeiner Verlag, 249 Seiten, 9,99 Euro.

Der Auftakt der Serie rund um die Psychologin und Profilerin Liz Montario ist im Spätsommer des vergangenen Jahres erschienen: Schwesterlein komm stirb mit mir, Karen Sander, rororo, 400 Seiten, 9,99 Euro.

Im kommenden Jahr soll der zweite Teil der Reihe um Liz Montario erscheinen. Klewe verrät: „Der wird dann in Düsseldorf und London spielen.“ England und die britischen Schriftsteller haben es der Autorin nicht erst seit ihrer Studienzeit angetan. „Über Val McDermid schreibe ich gerade meine Doktorarbeit.“ Die deutschen Krimiautoren seien ja leider noch ein bisschen verpönt – völlig unberechtigter Weise, wie sie findet. Sie greift gerne zu Kollegen wie Nele Neuhaus oder Andreas Winklemann.

In diesem Jahr kommen neue Krimis in die Buchhandlungen

Neben der Amateurdetektivin Sandmann und der Profilerin Montario schreibt Klewe unter ihrem richtigen Namen noch an einer dritten Krimireihe: Protagonistin ist die Polizistin Lydia Louis. Und nicht zu vergessen die historischen Romanen unter dem Pseudonym Sabine Martin, die sie gemeinsam mit ihrem Mann Martin Conrath seit Jahren schreibt.

Warum Sabine Martin? „Weil sich Frauennamen bei historischen Romanen einfach besser verkaufen“, sagt sie nüchtern. Sie ist einfach bodenständig geblieben, diese Düsseldorfer Autorin. Über Langeweile kann sie nicht klagen: In diesem Jahr werden wieder Bücher von Karen Sander, Sabine Martin und natürlich Sabine Klewe erscheinen.

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