Zweieinhalb Akkorde im Herzen und Fiepen in den Ohren: Die Subways lieferten am Dienstag im Zakk eine großartige Show ab.

Josh, Billy und Charlotte sind The Subways.
Josh, Billy und Charlotte sind The Subways.

Josh, Billy und Charlotte sind The Subways.

Zakk

Josh, Billy und Charlotte sind The Subways.

Düsseldorf. Rock’n’Roll kommt mit drei Akkorden aus, für Popsongs sind vier ideal. The Subways beweisen, dass es zur Not auch mit zweieinhalb geht und dass man damit einen veritablen Hit landen kann. Die "Rock’n’Roll-Queen" des lustigen Trios scheppert immer noch in schöner Regelmäßigkeit aus dem Radio und ist am Dienstagabend im knüppelvollen Zakk der musikalische Aufmacher.

Sänger und Gitarrist Billy Lunn, eine Rampensau mit wenig Scheu vor großen Gesten und peinlichen Ansagen, gibt mit freigelegtem Oberkörper die Richtung vor: Knappe anderthalb Stunden Rotzlöffel-Rock’n’Roll mit Ohrwurmgarantie und reichlich Gründen, fröhlich mit dem Allerwertesten zu wackeln.

Wie wildgewordene Derwische fegen zwei von Dreien über die Bühne. Trommler Josh sitzt aus unerfindlichen Gründen mit Sturmhaube hinter seinem Arbeitswerkzeug, und eine großartige Charlotte am Bass hilft Kollegen und Ex-Verlobten Billy mit Schnodderstimme bei "Shake! Shake!" oder dem sensationellen "Allright". Die Zuschauer feiern sie mit Sprechchören. You are my Rock’n’Roll-Queen.

Die Brüder von Oasis sind Fans von Josh, Billy und Charlotte

Mit ihrer ersten Platte "Young For Eternity" schafften es die Subways vor vier Jahren innerhalb kürzester Zeit aus dem Kaff Welwyn Garten City in die Oberliga der Gitarrenmusik, selbst die Radaubrüder von Oasis oder die Foo Fighters zählen zu den Fans des Gespanns. 18 Jahre sind die Unterführungen (nichts anderes bedeutet Subways) zu diesem Zeitpunkt. 2008 folgt das zweite Album "All oder Nothing", mit dem die Subways derzeit touren.

Nach klassischer Zwei-Akkord-Manier haben sie sich ihr Handwerkszeug selbst beigebracht. Billy und Bruder klimpern Stücke von Nirvana nach, holen Bassistin Charlotte dazu und schrubben sich in unzähligen Gigs in kleinen Clubs die Finger blutig. Radio-Legende John Peel spielt die ersten Stücke des Trios in seiner Show.

Die 850 Zuschauer im Zakk dürften ihm dafür im Nachhinein dankbar gewesen sein: Fiepen in den Ohren und zweieinhalb Akkorde im Herzen. Die Subways lieferten eine großartige Show ab.

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