Am 25.Juli hoffen die Veranstalter auf 3000 Besucher. Tag- und Nachttickets sind fast ausverkauft.

wza_1500x989_524885.jpeg
Hauptattraktionen auf dem diesjährigen Open Source Festival: Die Hamburger Band „Tocotronic“ verlässt ihr Studio für einen Auftritt, Mike Skinner (The Streets) kommt aus London. (Fotos (2): Jutta Pohlmann / Katie Kaars)

Hauptattraktionen auf dem diesjährigen Open Source Festival: Die Hamburger Band „Tocotronic“ verlässt ihr Studio für einen Auftritt, Mike Skinner (The Streets) kommt aus London. (Fotos (2): Jutta Pohlmann / Katie Kaars)

Mike Skinner (The Streets) kommt aus London.

Bild 1 von 2

Hauptattraktionen auf dem diesjährigen Open Source Festival: Die Hamburger Band „Tocotronic“ verlässt ihr Studio für einen Auftritt, Mike Skinner (The Streets) kommt aus London. (Fotos (2): Jutta Pohlmann / Katie Kaars)

Düsseldorf. Es klingt fast ein bisschen so, als hätte eine höhere Macht Philipp Maiburg, künstlerischer Leiter des Open Source Festivals, und seine Mitstreiter gezwungen, den nächsten Schritt zu wagen.

Weil der für 2009 vereinbarte Termin im Löricker Strandbad gleichzeitig mit einer Kölner Groß-Veranstaltung stattgefunden hätte und Maiburg diese Konkurrenz nicht wollte, stand das Festival für 2009 schon auf der Kippe.

Mit Hilfe der Stadt und einiger glücklicher Fügungen kam dann die Galopprennbahn im Grafenberger Wald ins Spiel. Und als dann mit dem 25. Juli der Termin feststand, gab es noch eine große Überraschung: Sowohl Tocotronic als auch Mike Skinner (The Streets) hatten Zeit.

Philipp Maiburg hatte plötzlich zwei Zugpferde und ein neues, größeres Gelände: "Wir wollen kein Wahnsinns-Festival mit der Brechstange erzwingen. Aber das ist eine schöne Entwicklung hin zu etwas Größerem."

Die Stadt Düsseldorf beteiligt sich mit knapp 50000 Euro am Open Source Festival, bezuschusst Miete und Reinigungskosten. "Und wir zahlen auch einen Teil der Honorare an die Düsseldorfer Künstler", sagt Petra Winkelmann, stellvertretende Kulturamtsleiterin. Sie möchte den Musik-Standort Düsseldorf neu beleben und schwärmt von den seligen Zeiten, als die Stadt mit der Band Kraftwerk zu einem Begriff der internationalen Musik-Szene wurde.

Eine Plattform für den künstlerischen Nachwuchs

Auf der Hauptbühne werden u.a Tocotronic, The Streets und der Düsseldorfer Künstler Hauschka auftreten. Auf einer zweiten spielen Bands aus aller Welt. Die "Young-Talent-Bühne" ist vor allem für den Düsseldorfer Nachwuchs reserviert.

Von den Parkplätzen am Staufenplatz fährt ein kostenloser Shuttle-Bus zur Galopprennbahn. Auch nach dem Festival sind noch Busse im Einsatz: Sie fahren vom Festival-Gelände zu den Nacht-Partys im Zakk und Rot Kompot.

Es gibt zwei verschiedene Typen: Das Tagesticket für die Konzerte auf der Galopprennbahn kostet im Vorverkauf 26 Euro plus Gebühr, an der Tageskasse kostet es 35 Euro. Zusätzlich gibt es für 33 Euro ein Tag- und Nachtticket, bei dem auch der Eintritt für die Abend-Veranstaltungen im Zakk und Rot Kompot enthalten ist. Dieses Ticket ist limitiert auf 1300Stück und nur im Vorverkauf zu haben.

Der Musiknachwuchs der Stadt kann sich auf einer Talent-Bühne austoben - auch hier ist das Festival gewachsen, es gibt jetzt drei Bühnen. Außerdem bietet Open Source eine Plattform für Kunst und Mode. Düsseldorfer Galerien und Mode-Marken werden sich auf der Galopprennbahn präsentieren. Für Familien gibt es eine Kinderbetreuung.

In diesem Jahr soll auch das Wetter einem Erfolg nicht im Weg stehen. Nach den mäßigen Besucherzahlen im vorigen Jahr, auch wegen schlechter Witterung, freut sich Maiburg auf ein "regensicheres Festival". Vor der Hauptbühne, so schätzt er, könnten über 1000 Leute die Konzerte im Trockenen verfolgen. Die kleineren Auftritte und das Rahmenprogramm lassen sich notfalls auch in das Gebäude auf der Rennbahn verlegen.

Einen großen Wunsch für 2009 hat Philipp Maiburg: keine Verluste. Bislang haben er und seine Partner das Festival nicht nur ehrenamtlich organisiert, sie mussten auch immer Geld zuschießen. "Etwa 3000 Besucher bräuchten wir aus finanziellen Gründen schon." Und ausgelegt sei das Festival für mindestens 5000 Besucher.

Erfreuliche Nachrichten gebe es schon: Dank der beiden Haupt-Bands sei der Vorverkauf spürbar besser als in den vorigen Jahren. Die Veranstalter gehen davon aus, dass die 1300 Tag- und Nachttickets (siehe Kasten) bereits in der nächsten Woche ausverkauft sind.

© WhatsBroadcast

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer