5000 Besucher kamen am Wochenende zum diesjährigen Open Source Festival mit ungewöhnlichem Line-up.

Gut besucht: Auf der Rennbahn tummeln sich während des Festivals keine Pferde-, sondern Musikliebhaber.
Gut besucht: Auf der Rennbahn tummeln sich während des Festivals keine Pferde-, sondern Musikliebhaber.

Gut besucht: Auf der Rennbahn tummeln sich während des Festivals keine Pferde-, sondern Musikliebhaber.

Young

Gut besucht: Auf der Rennbahn tummeln sich während des Festivals keine Pferde-, sondern Musikliebhaber.

Düsseldorf. Dass das Open Source Jahr für Jahr hervorragende Musik zu bieten hat, ist lange kein Geheimnis mehr. Doch das Musikfestival auf der Grafenberger Galopprennbahn und im Stahlwerk bietet noch viel mehr.

Es erzählt immer wieder schöne Geschichten. Da ist zum Beispiel die Geschichte von den Düsseldorfer Indie-Rockern PDR, die noch vor zwei Jahren auf der Young Talent Stage spielten um am Samstag die Hauptbühne – auf der später noch Dinosaur Jr. und Mos Def stehen sollten – zu eröffnen.

Oder die von Besucherin Gerdine Vermeer. Die Niederländerin hatte ein Wochenende frei und die Zeit spontan genutzt, um zum Festival zu kommen: „Nicht wegen einer bestimmten Band, sondern aufgrund der Vielfalt.“

So wie Vermeer geht es am Samstag vielen Besuchern. Anders als im vergangenen Jahr, als sich fast alle auf den Folk-Pop von Beirut als Höhepunkt einigen konnten, sind die Präferenzen bunt gemischt.

Die einen wollen unbedingt ihre 90er-Gitarrenhelden von Dinosaur Jr. sehen, andere reizt die ungewöhnliche Kollaboration des amerikanischen Hip-Hoppers Mos Def mit der Band des Jazz-Pianisten Robert Glasper und für wieder andere sind die aufgedrehten Elektropopper von FM Belfast heimlicher Headliner.

„Stilistisch ist das sicher der größte Spagat, den wir unseren Besuchern zumuten können“, sagt Philipp Maiburg, künstlerischer Leiter des Festivals.

5000 Zuschauer –das sind in etwa so viele wie auch im vergangenen Jahr

Rund 5000 Besucher sind gekommen, so viele also, wie bereits im vergangenen Jahr. Die Jüngsten von ihnen spielen Fußball direkt neben der Hauptbühne, andere nutzen die Rennbahn als Laufsteg für ihre hippen Kleider und – der Großteil – steht euphorisch vor einer der drei Bühnen.

Auf einem dieser Bretter, der Young Talent Stage für heimsiche Nachwuchs-Bands, steht die junge Band E is for Ego. Sie sind ein exemplarisches Beispiel dafür, wie eng die Düsseldorfer Szene miteinander verknüpft ist.

„Ich habe den Festivalmachern bei der Musikmesse New Düsseldorf Pop unsere Platte in die Hand gedrückt – nun spielen wir hier“, sagt Gitarrist Matthias Nowak. Doch damit nicht genug: E is for Ego möchten einen ähnlichen Weg gehen wie PDR vor ihnen: „2014 wollen wir die Hauptbühne eröffnen“, sagen Nowak und Sängerin Kati von Schwerin ganz unbescheiden. Abwarten, welche Geschichten das Open Source Festival noch schreiben wird.

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